Autor Thema: Transformator zur Umwandlung von Blindstrom in Wirkstrom von Pavel Imris  (Gelesen 7552 mal)

albert

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http://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=DE&NR=19927355&KC=&FT=E

Vielleicht kann dieses Prinzip angewendet werden um die Ausgangsleistung des QEG in nutzbare Energie zu wandeln.

Alfons

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Hallo,

dieses Prinzip ist alt bekannt - damit konnte man vor vielen Jahrzehnten sogar die Stromzähler rückwärts laufen lassen (=> die Stromversorger haben dann aber leider nichts rausgezahlt :-(  )
... aber eine EnergieGewinnung ist damit ausgeschlossen - es handelt sich hier nur um eine Phasenverschiebung, das ist eine elektrische zeitliche Energie-Verschiebung - keine -Gewinnung :-(

wäre so schön gewesen!

Grüße Alfons


Hinzufügung: es sollte besser, klarer heißen:
... das ist eine elektrische zeitliche Verschiebung des Stromes zur Spannung ...
« Letzte Änderung: 23. Mai 2014, 08:11:31 von Alfons »

albert

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Hallo Alfons,

ist es prinzipiell nicht denkbar, aus dem Ausgangskreis mit seiner Phasenverschiebung nutzbare Leistung zu gewinnen? Du bist ausgebildeter Fachmann,  siehst Du überhaupt eine Möglichkeit, ob man unter Anwendung der Ferroresonanz und der anderen Parameter aus dem QEG mehr herausholen kann als reingeht? Mir hat die Idee gefallen, mit mechanischer Technik diesen Kern in die Resonanz zu bringen . Echt 19. Jahrhundert.
Nebenbei bemerkt müßte das doch sehr heiss werden, wenn man mehrere hundert Watt mechanisch in diesen Kern einkoppelt und dann Strom fliessen lässt. Im Resonanzfall erzeugt der QEG  Widerstand gegen den Motor, wo bleibt die Leistung, wenn man nichts oder zu wenig anschliesst? Durchschläge der Wicklungen sind eine Sache, aber wo bleibt die Leistung?
Ein normaler Trafo der in die Sättigung geht wird glühend heiss, so hab ich schon einige Zerschossen.

Dass QEG das  nicht tut, ist mir schon ein Verdacht, dass hier nicht alles mit normaler Schulphysik zugehen kann...spannend wäre es wenn der Kern sich sogar abkühlen würde....Messungen der Temperatur des Kerns nach einer gewissen Laufzeit hat hier auch noch niemand gemacht, oder?

Die Problematik mit Cosinus Phi und den falschen Messungen ist natürlich bekannt und hat schon viele aufs Glatteis geführt. Früher konnte man aus einer Neonröhrenfassung den Kondensator rausnehmen und hatte dann Licht umsonst. ...
Leider rätseln alle immer noch am möglichen OU Wirkmechanismus herum.
Mir gehen halt die Experimente mit der Hairpinschaltung ( Lecherleitung) immer noch im Kopf herum. Wenn es möglich ist, eine Last in einem der Spannungs oder Stromknoten zu betreiben, müsste man herausfinden ob und wie das mit möglichst geringer Rückwirkung auf den Motor geht. ...ich versuche weiter Hinweise im Internet zu finden, die in einem Zusammenhang mit der möglichen Funktion des QEG stehen.
« Letzte Änderung: 14. Mai 2014, 22:51:40 von albert »

Alfons

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Hallo Albert,

das ist gefährlich: Du sprichst mich als Fachmann an ... und ich bin ein ehrlicher Mensch (manchen auch zu ehrlich, stand so mal in meinen Personalakten (d.h. er lügt nicht wie vom Chef gewünscht!) :-)
Ja, bin Dipl. Informatiker mit Elektrotechnik und Dipl. Ing. Feinwerktechnik mit Optik und hatte zuvor Technischer Zeichner gelernt - seit 37 Jahren arbeite ich beruflich meist oder teilweise als Elektroniker ... habe jedoch auch noch ganz andere Seiten: übersinnliche und bin ein Bastler und Forscher, der auch nichtschulwissenschaftliche Dinge untersucht ... wie z.B. den QEG ;-)

Ich könnte jetzt gleich ins Detail Deiner Frage gehen, aber ich will so beginnen - was vielleicht viele QEG-ler erschreckt:
Wenn Gott nicht dazwischen funkt (und dies tut er uns Menschen zuliebe fast nie), dann gelten die Naturgesetze (die wir kennen und die wir noch nicht kennen).

Eines davon ist der >>Energieerhaltungssatz<<. Dieser bedeutet, die Energiemenge in einem abgeschlossenen Systemraum ändert sich nicht (kann jedoch in verschieden Formen gewandelt werden ... und hinzugeführte ist einfach dazu zu rechnen, abgeführte abzuziehen).
>> Für den QEG bedeutet dies (wenn zum Betrachtungsstartpunkt der Rotor steht, die Spulen und Kondensatoren spannungsfrei sind!): die mit dem Antriebsmotor zugeführte Energie kann nicht mehr werden, (elektrisch + mechanisch gemessen jedoch weniger scheinbar schon, weil ein Teil ja in Reibung und Wärme umgesetzt wird), alsorecht wird die Energie nicht vervielfacht ... außer von außen fließt diesem Systemraum Energie zu (auch hier bekannte oder unbekannte).
>> Folglich: gibt es die Raumenergie (oder sonst jed welchige) und fließt diese zu, dann - und nur dann - ist eine hier betrachtete OU > 1.0 möglich. (tatsächlich unter dem Strich natürlich nicht, die gewonnene Raumenergie fließt ja dem von uns betrachteten System von außen zu.)

zu Deinen Fragen:
1) mit der "Phasenverschiebung" allein ist keine Energie zu gewinnen, aber: jeder Wechselstromgenerator/-motor, der in Phase läuft verschiebt die Phase leicht, d.h. ein Generator schiebt Energie in den Wechselstrom-anschluß, ein Motor versucht diese zu bremsen und entzieht dabei Wechselstrom ... dies steht auf allen Wechselstrommotoren auf dem Typenschild als "cos Phi"
2) Ferroresonanz, ich habe im Forum zwar anderes gelesen, aber für mich gilt noch: wenn keine Raumenergie zufließt, dann wurde entweder gelogen oder Laien sind einem Fehler aufgesessen: Energie (W) = Spannung(V) * Strom(A). Dieses Gesetz gilt nur für eingeschwungenen Gleichstrom, bei Wechselstrom kann sie kleiner sein (d.h. bei rein ohmischer Last ist sie gleich, bei L- oder C-Verhalten kleiner um cos Phi). Bei den Oszillografenbildern zeigt der Strom Nadelspitzen - das ist schon sehr verdächtig. Exakt berechnet ist die Energie für 1 Phase zeitlich zu integrieren über u(t) * i(t), will für den Laien heißen: man nehme Spannungs- und Stromverlauf einer Phase, schneide sie in genügend kleine Zeitabschnitte, ermittle hier die mittleren Werte der Spannung und des Stromes, multipliziere sie und multipliziere sie mit dem Zeitabstand, addiere alle Ergebnisse und teile die Summe durch die Zeit der Phase, dann hast Du ungefähr die Leistung ermittelt, die dann auch maximal entnommen werden kann (dadurch jedoch auch zum Stillstand führt).
3) "aus dem QEG mehr herausholen kann als reingeht?": wie oben gesagt, nur mit der Raumenergie oder durch Raumenergie oder eine andere noch unbekannten Energiezufuhr.
4) "sehr heiss werden": ganz richtig bemerkt, deshalb haben Elektromotoren und Generatoren außen auch meist Kühlrippen
5) "wo bleibt die Leistung, wenn man nichts oder zu wenig anschliesst?" dies ist das für viele nicht verständliche Geheimnis des Wechselstroms: Die Phasenlage von Phi paßt sich immer genau so an, dass sie zur Energieentnahme/-zuführung paßt, selbsredent stimmt sie dann genau mit der Entnahme der Raumenergie überein ... sonst würde der Energieerhaltungssatz ja nicht mehr stimmen.
6) "Trafo der in die Sättigung" ein Trafo sieht für Laien einfach aus: Ausgangsspannung : Eingangsspannung = Sekundär- : Primär-Wicklungsanzahl ... so einfach ist die Wirklichkeit nicht, da spielt vieles mit: Drahtdurchmesser, -länge, ohmische und dynamiche Widerstände in den Wicklungen und im Eisenkern, Kernform  - das kann ich hier nicht ausführen, sprengt den Rahmen - sorry
7) "Hairpinschaltung" - ehrlich, hab ich mir (noch) nicht durchgelesen. aber etwas will ich hierzu schreiben: (weiß nicht ob dies hier zu diesem Thema paßt. - Es ist für Elektriker/Elektroniker etwas irreführend von "Resonanz" zu sprechen, denn jeder Schwingkreis (bestehend aus L und C) hat eine (Eigen-)Resonanzfrequenz: f0 = 1 / (2 * Pi * QuadratWurzel (L * C)). Dies ist hier beim QEG jedoch nicht gemeint, sie  möchten die Resonanzfrequenz f0 via L und C genau so einstellen, dass die Raumenergie sich einkoppeln soll - und genau letzteres ist die große Frage, das große Problem der QEG-Leute. Abgesehen davon: für einen elektrischen Schwingkreis in elektrischer Resonanz ist es das Normale, ja notwendige, dass Spannung und Strom orthogonal (= senkrecht) zueinander stehen, d.h. Spannung ist maximal bei Strom=0 und umgekehrt U=0 bei max. I. Zu diesen Extremastellen sagt man auch "Knoten".
Wie oben beschrieben geht das "mit möglichst geringer Rückwirkung auf den Motor" gar nicht, denn jede Leistungsentnahme hat eine Phasenverschiebung zu Folge (außer der Generator ist irre stark, dann kann man dies mit einfachen Messgeräten gar nicht mehr messen, so klein kann dieser Wert werden.) ... diesem wäre aber auch so, wenn die (fast) unendlich große Raumenergie zufließt :-)

So jetzt bin ich durch - Gute Nacht, es ist heute nach 1:30 Uhr früh geworden.
Alfons

Physikus

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Hallo Alfons

Großes Lob für deinen ausführlichen Beitrag! Jede Frage klar und wissenschaftlich ordentlich beantwortet - so liebe ich es. :)

Zu dem Integrieren über u(t) * i(t) noch eine Anmerkung: Natürlich muss dabei das Vorzeichen jedes kleinen 'Energiestückchens' berücksichtigt werden. Pendelt die Leistungskurve symmetrisch um die Nullinie, dann heben sich die 'unteren' gegen die 'oberen' Halbwellen heraus; das ist dann Blindleistung ohne Wirkleistung. Siehe auch letzter Abschnitt meines Beitrags
http://qeg-forum.de/index.php?topic=30.msg581#msg581

Noch eine Anmerkung zum Energieerhaltungssatz. Mitunter kursiert die Behauptung, 'die Schul-Physiker' hätten sich diesen Satz ausgedacht und in ihre Bücher geschrieben, und sie würden daran glauben! ;-)  In Wirklichkeit hat die Natur selbst den forschenden Physikern in unzählig vielen Experimenten diese Erhaltung vorgemacht, und deshalb steht sie in den Büchern. Es wäre daher völlig unerwartet und die größte Überraschung aller Zeiten, wenn uns die Natur jetzt plötzlich etwas anderes sagt. Aber glauben sollte man nichts - weder das eine noch das andere. ...

Gruß, Physikus

albert

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Vielen Dank Alfons - auch von mir. Das war eine klare Aussage, und genau daran mangelt es mir hier auch. Die Tatsache, dass Du hier im Forum aktiv bist, zeigt mir, dass du bereit bist, über das anerkannte Schulbuchwissen hinauszugehen. Aber eben auch nicht jeden Schmarrn zu glauben.

Erfreulicherweise zeigt sich, dass sich hier viele Leute herumtreiben, die ausgebildete Fachleute sind, so daß also  der offene Geist  nicht nur bei den Esoterikern zuhause ist. Wenn man kritisch und nachdenklich herangeht, und auch die fehlgeschlagenen Versuche nicht geheim hält, kommt vielleicht wirklich etwas heraus.
Meine bitte an Euch Physiker und Elektroniker: führt Euch doch bitte mal das Dan Combine Papier und seine Videos  zu Germüte und sagt uns, wo er Recht haben könnte und wo er eurer Meinung nach auf dem Holzweg ist. Da kommt soviel Spezielles aus der Radio und Hochfrequenztechnik vor, dass ich nicht beurteilen kann, was stimmt oder stimmen könnte.
Was mich stutzig macht trotz all der vielen Schwindelgeschichten, Fehlschläge und unbewiesen Behauptungen ist, dass viele Ideen und aufwendige Geräte aus sogenannten unterentwickelten Ländern kommen.
Warum sollte man sich dort, wo man eh schon nicht  viel hat, in fruchtlose Experimente einlassen, die nur Geld kosten? Daher denke ich, dass zumindest die Maschine von Kapanadze und vielleicht auch einige der chinesischen Erfindungen echt sein könnten.
Andere bleiben bewußt unter dem Radar, wie die ungarische Firma Gammamanager, die ja anscheinend bereits kraftwerkgroße Maschinen verkauft, allerdings nur mit angeblich geringem Wirkungsgrad im OU Bereich. Aber 105 oder 110 % sind bei Größen im Megawattbereich eben schon einiges.

Das andere sind immer wieder auftauchende Parallelen, ähnliche Erfindungen. Durch das Internet ist es ja möglich geworden, Ansätze und Ideen von Erfindern zu vergleichen.

Patrick Kellys E-Book unter

free-energy-info.co.uk

ist ein guter Startpunkt. Wenn auch viel Blödsinn drinsteht. Dann gibts noch

rexresearch.com

wo man wirklich alles findet vom UFO Antrieb über Wasserwirbler bis zu Schauberger und anderen Größen.....das ganze kommt mir wie einer dieser Felsen vor, auf den seit tausenden von Jahren die Möwen sch**en. Wenn man den Meter Guano abträgt, kommt irgendwann der solide Fels zum Vorschein.
Daher treib ich mich hier auf diesen Foren herum, weil ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe und auch nicht aufgeben will, dass es trotz der beknnten Widerstände doch jemand gelingen könnte, und dieses wissen sich "viral" und unaufhaltsam ausbreitet.




John Stone

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... Der Energieerhaltungssatz ist wahr in einem geschlossen Raum, aber nicht wahr in einem offenem System,.....
Hallo weliheli,
ja genau! Das geschlossene System ist eines, wo man alle Energiequellen und Energieflüsse kennt und feststellt, daß nichts erzeugt und nichts verloren geht. Das hat ja auch der Herr Carneaut im 19 Jahrhundert an einer Dampfmaschine nachgewiesen.
Nun geben aber namhafte und hoch geschätzte Physikbücher zu, daß es in der Natur KEINE wirklich geschlossenen Systeme gibt. Will heißen, daß der so viel zitierte Hauptsatz ein Denkmodell ist, welches - zugegebenermaßen - sehr viele Berechnungen ganz wesentlich beflügelt.
Um es mal bildlich auszudrücken:
Das geschlossene System wäre ein Motorschiff, welches voll beladen mit Wissenschaftlern unserer Zeit über den Bodensee fährt. Es ist ganz klar, wo die Antriebsleistung herkommt und was passiert, wenn der Tank lehr ist. Sagen wir mal - Wind wäre bei den Passagieren noch unbekannt.
Nun baut ein findiger Energonaut ein Segelboot uns setzt die Segel. Während er das Motorschiff überholt, ist allen Passagieren des Motorschiffs klar - das ist ein gemeiner Fake. Da arbeitet irgend jemand mit Spiegeln und hält die Welt zum Narren.
Der Energonaut hat natürlch auch Energie aufgewandt, das ist weit entfernt von "kostenloser " Reise. Er müht sich auch redlich beim Segel setzen, aber er nutzt in SEINEM geschlossenen System eine Energiequelle, die den anderen Passagieren unbekannt ist.


Leider wird die Diskussion über die ach so fest stehenden thermodynamischen Hauptsätze sehr einseitig, fanatisch  und rechthaberisch geführt. Wenn man die Voraussetzung nicht nennt, kann man trefflich streiten - um nichts! Fakt ist, daß man SEIN geschlossenes System definieren muss, bevor man streitet. Ansonsten hat das nichts mit Wissenschaft zu tun sondern mit Glaubenskrieg.

Nun scheint es aber so zu sein, daß "freie" Energiemaschinen tatsächlich ungelistete Energiequellen anzapfen können. Sein es tellurische Ströme der Erdkruste oder impulsartige Störungen des Vakuums oder ......

Wenn man das Vorgehen der früheren Forscher mit dem heutigen Verhalten vergleicht, dann merkt  man schon viele und wesentliche Unterschiede. Früher hat man Effekte untersucht, bis man ein wiederholbares Verhalten nachvollziehen konnte. Dann erst hat man Formeln gesucht und gefunden, mit denen man dann die Effekt nutzbar machen konnte. Heute wird oft schon vor dem Versuch nach einem Beweis für die Theorie gefragt und wenn irgendeine aktuelle Formel oder Ansicht dagegen steht, dann wird man angegriffen. Auch das Formelgebäude selbst wird als geschlossenes System gehandhabt, welches keine Störungen von außerhalb duldet. Tückisch an den Formeln ist, wenn man sie mit der Wirklichkeit verwechselt. Dabei sind diese ja nur ein Abbild der ERKANNTEN Fakten, Jede unbekannte Störgröße kann alles über den Haufen werfen. Das ist in etwa so, als ob man einen kleine Teil einer Kurve als Gerade berechnet. Das ist ja auch gerechtfertigt (Voraussetzung "kleiner Teil"). Wenn man aber dieses Stück Gerade als die volle Wahrheit interpretiert, kann man nur irren.
Tatsächlich bauen viele Theorien auf unbewiesenen Theorien auf - nur weil sie mehr als zehn Jahre unwidersprochen sind.

Um kein Missverständnis entstehen zu lassen: Ich rede hier nicht gegen die Wissenschaft. Ohne deren Errungenschaften könnten wir hier keinen einzigen Versuch starten, geschweige denn GEQ Gedanken spinnen. QEG wäre undenkbar! Die Wissenschaft mag wohl genau und unbestechlich sein - Wissenschaftler sind aber Menschen. Und jede Profession (auch Energonauten) sollten sich beständig hinterfragen, ob sie auch auf dem rechten Weg ist, oder ob sie Herrschaftsansprüche anmeldet. Und niemand sollte jemanden für blöd erklären, nur weil er anders oder außerhalb des Mainstream denkt. Ich hoffe das bleibt auch so in diesem Forum, welches nach meiner Meinung Beiträge von sehr hoher Qualität hat.

Zu meiner Person. Ich wohne in der Umgebung von Köln. Dieses ist mein erster Beitrag hier. Ich bin von Beruf Elektroingenieur (überwiegend Digitaltechnik). Ich beschäftige mich seit ca. 5 Jahren mit dieser Art Hobby. Immer wieder bin ich angenehm überrascht, wenn man sieht was herauskommt, wenn viele ehrliche Menschen ihren Beitrag zusammen legen. Mal schauen, was mein Beitrag wird - bin gespannt.
John
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Manche hinterfragen beständig ihr Tun, während andere das unterlassen, weil sie sich für Experten halten.

Alfons

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Hallo John,
das ist richtig ... aber eigentlich nichts anderes als oben im 3. Beitrag in meinem 3. Absatz, in dem ich den erweiterten Energieerhaltungssatz definiert habe.
Wir sind Kollegen, denn ursprünglich bin ich Informatiker + "Digitaliker" der allerdings nun etwas mutiert ist zu Hochspannung und Hochstrom als Analogiker  ;)
Alfons

Physikus

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Hallo John Stone

Das Beispiel mit dem Segelschiff ist recht schön, und ich hoffe, dass wenn Energonauten eine neue Energieform Wind finden und nutzen können, sie auch für alle sichtbar auf ihrem Segelschiff herumgondeln und anderen zeigen, wie man das macht!

Doch leider sieht das in der Wirklichkeit anders aus. Die Geschichte würde sich dann wohl so abspielen:

In Youtube zeigt einer, wie er mit einem Roto-Wind-Schiff jedes Motorschiff überholt. Bald sieht man weitere Videos von Orbo-Wind-Schiffen, Quantum-Wind-Schiffen, solchen, die mit Wind-Impulsen, Wind-Wirbeln, stehenden Wind-Wellen und Kosmischem Wind fahren. Es gibt Patente auf Hyperbolische Power-Wind-Segel, den Tachyonen-Wind-Antrieb im Goldenen Schnitt und den Windantriebs-Selbstläufer mit Repulsinen-Rückstoß. Natürlich gibt es zu den meisten Verfahren auch Gutachten, Prüfprotokolle und theoretische Erklärungen.

Es gibt Leute, die die neue Kunde sofort komplett glauben und weitererzählen, und es gibt Leute, die sagen, das widerspricht der bekannten Physik, weshalb sie das gern mal sehen möchten. Doch wer sich die Sache einfach mal anschauen möchte oder gar in einem solchen Schiff mitfahren will, der 'darf' allenfalls eine Investition tätigen, Bücher kaufen, Bauanleitungen aus dem Internet laden, weitere dutzende Videos anschauen, oder muss sich mit Wenns und Abers zufriedengeben: Gerade ist der Mast abgebrochen, vorerst müssen wir doch noch einen Motor zusätzlich mitlaufen lassen, die amerikanische Schiffmotor-Mafia hat uns das Segelschiff geklaut, Mexiko verbietet den Export des Segeltuchs, das Schiff fuhr so schnell, dass uns alles um die Ohren geflogen ist, der Geheimdienst nimmt uns mit seinen Hubschraubern den Wind aus den Segeln und die schwarzen Männer vom See-Aufsichtsamt haben die ganzen Segelschiffer in die Klapsmühle gesteckt. Und überhaupt, der Wind weht natürlich nur dann, wenn die Insassen das richtige Bewusstsein an den Tag legen.

Ja und nun? Gibt es dann den 'Wind' oder gibt es ihn nicht? Keiner hat ihn gesehen. Kein Physiker kann eine dahingehende Erkenntnis in ein Buch schreiben. Wer ist nun in dieser Geschichte der, der die Bremse anzieht?

Gruß, Physikus

Findahler

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@ Physikus, you made my day!!

John Stone

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Hi Physikus,
Du malst da ja ein ganz düsteres Bild. Eigentlich stimmt das - andererseits auch nicht. Jedes Chaos frisst Ressourcen aber andererseits schlachtet es ach heilige Kühe. Jedes Chaos eröffnet ganz neue Chancen, die wir finden müssen.
Die Erkenntnis daß wenige Theorien unverändert länger als  zwei Menschenleben überlebt haben gibt mir Hoffnung. Wir Menschen müssen eine Theorie (sprich beschränktes Denkmodell) haben, damit wir uns in der Wirklichkeit zurecht finden (das ist nicht von mir sondern von einem bekannten Physiker - könne Heisenberg sein).
Da fällt mir ein gutes Beispiel von dePalma ein (amerikanischer Physiker):
Der wollte wissen, ob die Massenträgheit unwiderruflich mit der Masse verbunden ist. Dazu ließ er einen Ball im Vakuum fallen und hat Newton bestätigen können. Soweit so gut. Dann ließ er in der gleichen Anordnung den gleichen Ball rotierend fallen. Und sieh da - der Ball fiel schneller nach unten. D.h. die Newtonschen Gesetze sind ein Spezialfall für NICHT rotierende Körper.
Ich befürchte, daß viele aktuellen Erkenntnisse  eben NUR Spezialfälle für eingeschränkte Bedingungen sind. Insofern habe ich keine Sorgen, daß die kosmische "Windenergie" doch geneigt ist, uns ein paar ppm an Energieabfall zukommen lassen kann.
John
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Manche hinterfragen beständig ihr Tun, während andere das unterlassen, weil sie sich für Experten halten.

Physikus

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Hallo John Stone

Naja, das 'düstere Bild' hab ich jetzt so wiedergegeben, wie ich es sehe. 'Gemalt' hat es mir aber leider die Realität.

Es ist richtig, dass Theorien sich ändern. Obwohl die Physik die exakteste Naturwissenschaft ist, sind ihre Gesetzmäßigkeiten nicht unumstößlich wie z.B. die der Mathematik. Insbesondere können von Physikern herausgefundene Naturgesetze allenfalls bestätigt  oder falsifiziert, niemals aber bewiesen werden. Die Geschichte hat aber gezeigt, dass äußerst selten, wenn überhaupt, einmal ein gefundenes Naturgesetz sich als wirklich falsch erweist. Wenn Änderungen notwendig sind, dann handelt es sich meist um kleine Korrekturen für extreme Situationen. Z.B. sind Einsteins Relativitätstheorien kleine Korrekturen an der Newtonschen Mechanik für nahe an der Lichtgeschwindigkeit liegende Geschwindigkeiten - wenn auch mit weitreichendem Erkenntniswert.

Mich würde es ja nur freuen, wenn einmal ein Effekt beobachtbar würde, der der Physik widerspricht oder der Physik noch unbekannt ist. Bis jetzt wird aber leider von dem 'Wind' nur geredet, und alle von mir recherchierten Erzählungen von 'Segelschiffen' erwiesen sich bis jetzt als Seemannsgarn.  ;)

schöne Grüße, Physikus

Werner

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Mich würde es ja nur freuen, wenn einmal ein Effekt beobachtbar würde, der der Physik widerspricht oder der Physik noch unbekannt ist.

schöne Grüße, Physikus

aus dem blog
http://sfgirl-thealiennextdoor.blogspot.de/2011/04/bruce-depalma-and-spinning-fields.html
wo der Effekt von dem John Stone schreibt, näher beleuchtet wird:

The phenomenon “presents a dilemma which can only be resolved or understood ... on the basis of radically new concepts in physics,” wrote DePalma in May 1977. Altering the properties of mechanical objects (i.e. changing their inertia) contravenes the conservation of energy, added DePalma, “because we have associated the properties of an object with the space which contains the object. The space which contains the object also contains energy.” DePalma contemplated that “we can attempt to extract the energy without worrying where it came from, or we can attempt to understand physics, ourselves, and the Universe by a new formulation of reality.”


Thorsten

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Man könnte auch das Graneau Paper on Water Explosions mal einfügen  ;)

http://de.scribd.com/doc/15115795/Graneau-Paper-on-Water-Explosions

Physikus

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Hallo Werner

Danke für den Hinweis. In dem Artikel ist jedoch darauf hingewiesen, dass dass die Versuche erst dann Einstein und Newton widerlegen würden, wenn sie verifiziert werden könnten ('if verified'). Ob dies tatsächlich geschehen ist? Darüber schweigt sich der ARtikel aus. Per Recherche konnte ich nichts näheres finden. Das Experiment ist über 40 Jahre her, da sollte es doch inzwischen Neuigkeiten geben. Weißt du etwas über erfolgreiche Wiederholungen der Experimente?

Hallo Thorsten

Auch hier, Danke für den Link, aber ich kann außer diesem Papier nichts finden. Es wurde vor 14 Jahren eingereicht, trotzdem gibt es anscheinend keine Reproduktionen des Experiments. Hast du neuere Infos? Bei den Angaben der kinetischen Ernergie fehlt eine Fehlerabschätzung. Wenn von mehreren Einzelversuchen einige mehr Energie ergeben als hineingesteckt wurde und einige weniger, dann ist das doch eine ganz normale Streuung, mit der jeder Experimentator zu kämpfen hat. Oder nicht?

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Eine Bitte an alle Versender von 'Dauernerve-Sprüchen' : Eure Beiträge wären ohne diese Traffic verschwendenden Anhängsel wesentlich angenehmer zu lesen. Ließe sich da was machen?
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Gruß, Physikus