Autor Thema: Erklärung der Funktionsweise des QEG.  (Gelesen 31205 mal)

Gerd

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Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« am: 23. April 2014, 20:21:13 »
Erklärung der Funktionsweise des QEG.


Nach weiteren Versuchen an meinem QEG-Modell, habe ich das System noch einmal gründlich analysiert und meine Erkenntnisse zusammengefasst.


1.) Statische Funktion:

1.a) Die prinzipielle Grundschaltung besteht aus einer stromkompensierten Ringdrossel (wie sie in vielen Netzteilen als Hochfrequenzsperrfilter zu finden ist) deren Spulen mittels Drahtbrücke und einem Kondensator zu einem Schwing(ungsdämpfer)kreis verschaltet sind.

1.b) D.h. die rotorlose, statische Ringkern-Schaltung ist prinzipiell nicht schwingungfähig.
(Sie wäre es aber, wenn eine der Wicklungen im umgekehrten Sinn verschaltet wäre und schwingfrequenzsynchron Energie eingekoppelt würde.)   
Auch das versuchsweise, statische Einfügen einer oder mehrerer magnetisch leitender Joche, welche die 4 kreuzweisen magnetischen Rotoranschlüsse in allen möglichen Kombinationsformen verbinden, ändert nichts an dieser prinzipiellen Tatsache.


2.) Dynamische Funktion:

2.a) Durch das Einfügen eines angetriebenen Rotors wird das System schwingungsfähig und damit zu etwas, was man als resonante Synchronmaschine bezeichnen könnte.
D.h. das System geht in Induktion, wenn es auf Resonanzdrehzahl gebracht wird, bei entsprechender Güte des Ringkernes und ausreichendem Restmagnetismus um die Verluste des Ringkerns zu kompensieren.
Und sodann den Schwingkreis aufschwingen.
(Tip: Durch einen kleinen Permantmagneten am Rotor angebaut, schwingt das System leichter an) 

2.b) Der motorgetriebenen Schwingkreis schwingt so hoch, bis die magnetischen (Rotor + Ringkern) und ohmschen und kapazitativen  Verluste im Gleichgewicht sind. (Die zusätzlichen Lager-mechanischen und Luftwirbel-fluidschen Verluste lassen wir einmal grundsätzlich ausser acht).
Die Drehzahl wird durch den Schwingkreis zu Gunsten der Spannungserhöhung begrenzt.
Je gesamtverlustarmer Ringkern, Rotor und Spulen sind, desto höher die Spannungsanforderungen an den Schwingkreis-Kondensator.
(Wenn der QEG in Resonanz geht bedeutet das aber nicht OU sondern lediglich eine energetische Transformation von Antriebsenergie in Wärme) 


2.c) Wird eine Last an die Auskopplungswicklung(en) angelegt, reduzieren sich die Verluste im Kern und den Schwingkreisspulen exakt um den Betrag aus Last plus den ohmschen Verlusten der Auskopplungswicklung(en).   

2.d) Reduziert man die zugeführte Energie durch herunterregeln des Antriebsmotors unter die Gesamt-Verluste + Last bricht die Schwingungsenergie zusammen und die Drehzahl fällt ab.


3.) Funktionsloses Erregersystem:

3.a) Die sogenannte Erregereinheit ist beim lastlosen in Resonanz bringen des Systems funktionslos.   

3.b) Auch bei eingeschalteter Last (welche selbst auch HF-hochohmig sein könnte) ist keinerlei Effekt auf den Ringkern vorstellbar, welcher für die Schwing-Frequenz der Erregereinheit quasi einen magnetischen Kurzschluß darstellt und ggf. lediglich ein zusätzlichen kleiner Verlustfaktor wäre.

3.c) Ein zünden der Funkenstrecke ist abgesehen von einem Lastkurzschluß bei normalen Betiebsverhältnissen grundsätzlich unmöglich und so ist sie somit als funktionell nicht relevantes Bauteil anzusehen.



Fazit:

Ich denke das faszinierende Rätsel der QEGs ist damit gelöst.
Der QEG ist einfach eine elektromagische Maschine der/des genialen WITTS Elektromagier(e) und hat mit Quantenenergie bist auf die Namensmagie überhaupt nichts zu tun.   

Darum wird von allen Elektromagieren bei allen ihren bislang im Internet gezeigten in Resonanz gegangenen QEG-Systemen auch niemals der Riemen heruntergeworfen. Wenn der Riemen aber heruntergeworfen würde, könnte der QEG von einem unsichtbar gehaltenen, paralell geschalteten zweiten QEG oder durchstimmbaren elektronischen Wechselspannungsgenerator bzw. auch mittels ausgefeilterer Techniken fremdgespeist werden und den Rotor weiter antreiben.
Guten Elektromagieren fallen dafür sicherlich faszinierende Lösungen ein.

Sollte jemand behaupten können eine beliebige Over-Unity-Maschine zum Selbstlaufen gebracht zu haben, wäre ich bereit diese Aussage als Gutachter mittels meiner messtechischen Ausrüstung und meiner fast halbhundertjährigen, energieelektronischen Erfahrung hieb- und stichfest zu verifizieren.
 
Gruß Gerhard

jeal1204

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #1 am: 24. April 2014, 00:21:53 »
Servus zusammen,
ich kann mich Gerd nur anschließen. Ich schreibe meine Fnktionsanalyse gerade zusammen - nur etwa 4 Stunden später als Gerd. Ich bin von der gewaltigen "QEG-Energiewelle" regelrecht entsetzt, wieviele interessierte und engagierte Menschen sich innerhalb weniger Tage und Wochen zusammenfinden und voller Euphorie loslegen. Das macht vermutlich die Paarung "Sensibles Thema" + "Macht des Internets" aus ...

Im Eifer des Gefechts rund um den QEG vermisse ich Klarheit über das Funktionsprinzip und viele wichtige Parameter. Ein Prototypenaufbau ist zeitlich und geldlich einfach viel zu aufwändig, um einen Schuss ins Blaue zu wagen - das wäre sinnlose Geld- und Lebenskraftvernichtung.

Das QEG-Fundament ist schon marode: Die Tesla-Patentschrift, die Hopegirl in der Bauanleitung angibt hat mit einem Resonanzgenerator wie dem QEG absolut gar nichts zu tun. Auch habe ich bisher keine ausreichend detailierte technische Beschreibung oder kritische Sachbeurteilung zum QEG-Schema und -Aufbau gefunden.

Wie bzw. an welcher Stelle wird beim QEG Energie aus dem Quantenfeld eingekoppelt?

Passive LC-Schwingkreise brauchen eine hohe Güte (Q), um in schmalbandige Resonanz zu kommen. Die Verkoppelung zweier passiver LC-Schwingkreise ist noch schwieriger in den Griff zu bekommen. Wenn dann noch einen unbekannte und womöglich variable Last drangehängt wird, ist die Resonanz nicht mehr kontrollierbar.

Im QEG-Beschaltungsschema sind haufenweise unplausible Verschaltungen aufgeführt:

Im angeblichen Hauptschwingkreis sind die beiden Spulen über den Ringkern magnetisch gekoppelt, jedoch elektrisch entgegensinnig in Reihe geschaltet. Ihre Gesamtwirkung ist die wie bei einer bifillar gewickelten Spule: H-Feld löscht sich aus (KEIN magnetischer Fluss im Kern!), es wirkt im wesentlichen nur der unerwünschte ohmsche und kapazitive Anteil vom Drahtwickel. Diese Verschaltung ist nicht schwingfähig, eher eine super Dämpfung.

Bei den Auskopplungsspulen ist es genauso merkwürdig. Beide parallel sind 120V bei doppeltem Strom, beide in Reihe sind 0V und nicht wie behauptet 240V! Außerdem ist hier nichts spannungsbegrenzt oder stabilisiert und somit sind hier alle mögliche und schwankende Spannungswerte zu erwarten.

Die Exiterspule ist nur wirksam, wenn zwischen N und L1 eine Last angeschlossen ist (das ist beim Hopegirl-Schema der Motorstelltrafo). Ohne Last hängt ein Ende offen.

Welchen Sinn hat die Funkenstrecke an dieser Stelle? In Welchem Fall soll die ansprechen?

Ein DC-Motor wird hier an Wechselspannung am Stelltrafo betrieben?

Was konkret soll der rotierende Eisenkern bezwecken? Das Magnetfeld bleibt aufgrund des magnetischen Widerstandes größtenteils im geschlossenen Ringkern und wird kaum die beiden Luftspalte überwinden, um eine "Abkürzung" durch den Rotor zu nehmen.

Also insgesamt erscheint mir hier schaltungstechnisch alles unsinnig. Mit Formeleinsatz/Berechnung braucht man gar nicht weit gehen, um das zu zeigen.

Viele Grüße aus dem Allgäu
Jens

Physikus

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #2 am: 10. Mai 2014, 18:58:07 »
Hallo Gerd, jeal1204 und alle miteinander

Wie ich sehe, herrscht hier genauso wie in anderen Foren großes Rätselraten über die Funktion, insbesondere darüber, wie denn bei den gegensinnig in Reihe geschalteten Spulen überhaupt etwas schwingen kann und Leistung bis zum Verbraucher durchkommt. Auch für mich war die Schaltung recht unklar und widersinnig. Immerhin fand ich dann eine Lösung - und ich denke sogar, die Lösung - wie diese Kiste doch funktionieren kann. Zudem hatte ich das große Glück, von Teslatech zu Messungen eingeladen worden zu sein, um meine These gleich zu überprüfen. Nachdem nun alles zusammenpasst und auch eine Simulation damit übereinstimmt, halte ich die Frage für gelöst.

Die Erklärungen, Messungen und Simulationen habe ich diesem Beitrag angehängt.

Eine Sache, deren Abgrenzung mir sehr wichtig ist, möchte hier nochmals extra betonen: Ich habe weder auch nur eine Andeutung Freier Energie gesehen, und ich kann auch nicht wiederlegen, dass die ganze Sache ein schlau eingefädelter Hype ist, über den leichtgläubige Hobbybastler per Skype-Beratung und Bauteileverkauf über den Tisch gezogen und veräppelt werden.

Meine Untersuchung bezieht sich nur auf die physikalischen Zusammenhänge von Spulen, Kern und Rotor. Aber deren Zusammenwirken finde ich immerhin so interessant, dass die Sache auch ohne OverUnity irgendwie Spaß macht!  ;D

Gruß, Physikus
« Letzte Änderung: 10. Mai 2014, 20:39:45 von Physikus »

KurtX

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #3 am: 10. Mai 2014, 20:30:48 »
@Physikus: Nur gerade beim ersten Drübersehen entdeckt: 8.5.2013 kann nicht sein. ;)

Physikus

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #4 am: 10. Mai 2014, 20:41:25 »
@KurtX: Danke! Habs jetzt korrigiert. Hoffe, das war der einzige Fehler in der Abhandlung.  ;)

anonJo

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #5 am: 10. Mai 2014, 23:47:23 »
Hallo Physikus,

erst mal herzlichen Dank für diese tolle Arbeit. Endlich mal konkrete Daten mit denen man was anfangen kann. Super klasse !

Diese Fragen/Anregungen habe ich noch:

1. Beim Wicklungssinn ist mir aufgefallen, dass nach deiner Darstellung die Primärspulen entgegengesetzt gewickelt sind.

    TeslaTech hat jedoch geschrieben, dass alle Spulen in der selben Reichtung gewickelt sind:
    http://qeg-forum.de/index.php?topic=5.msg41#msg41
    http://qeg-forum.de/index.php?topic=5.msg58#msg58

    Wurde der tatsächliche Wicklungssinn an dem untersuchten QEG geprüft ?

2. Bei den techn. Daten steht der Hinweis, dass diese z. T. vor Ort gemessen wurden.
    Wäre es möglich diese Werte zu kennzeichnen z. B. mit einem (*) oder besser bei den Daten die zugehörige Quelle angegeben ?

3. Die gemessenen Spannungsspitzen sind im Diagramm mit 4 kV angegeben.
    Gab es beim Beginn der Resonanz einen Spannungsanstieg und wie hoch war ggf. die höchste Spitzenspannung ?

LG Jo
« Letzte Änderung: 11. Mai 2014, 21:44:21 von anonJo »

KurtX

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #6 am: 11. Mai 2014, 00:32:47 »
@Physikus: anonJo hat wirklich perfekt formuliert, was ich auch sagen wollte, deshalb wiederhole ich es hier :):

Zitat
erst mal herzlichen Dank für diese tolle Arbeit. Endlich mal konkrete Daten mit denen man was anfangen kann. Super klasse !

Ich bin zwar noch dabei, das Ganze näher durchzugehen, aber eine Frage habe ich schon mal: Bei Dir ergibt sich eine sehr bescheidene mittlere Ausgangsleistung von etwas mehr als 10 W. TeslaTech gibt aber verschiedentlich 150 W an, und auch für den QEG in Aouchtam (der konstruktiv recht ähnlich zu sein scheint) sind Werte von 120 W bis 350 W Ausgangsleistung im Umlauf (leider alles keine "offiziellen" Messungen, insbesondere ohne Angaben, wie genau gemessen wurde). Die Abweichung erscheint mir eigentlich zu gross, als dass sie auf Messfehler zurückzuführen sein sollte. Hast Du eine Erklärung dafür?


KurtX

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #7 am: 11. Mai 2014, 00:52:40 »
@anonJo: Das mit dem Wickelsinn und der Verschaltung der Spulen ist ziemlich hirnverzwurbelnd, aber ich bin nach langem Grübeln vor einiger Zeit zum gleichen Resultat gekommen, wie es Physikus beschrieben hat. Vielleicht ist es andersrum klarer: Wären die Primärspulen so gewickelt und geschaltet, dass sich ein reines Ringmagnetfeld ergäbe, wäre der Rotor fast wirkungslos. Die Magnetfelder müssen "gegeneinander" laufen, damit der Rotor etwas bewirkt.

Physikus

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #8 am: 11. Mai 2014, 01:40:05 »
Hallo anonJo

Danke für das Lob!  :D  Das mit dem Wicklungssinn ist tatsächlich etwas diffizil. Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, einmal wirklich 'in 3D' die Spulen um den Kern zu zeichnen. In der Praxis wird man beim Wickeln so vorgehen: Man bewegt sich, zumindest in Gedanken, den Ring entlang wie z.B. der rechte gelbe Pfeil in meiner Abb. 3 anzeigt und wickelt dabei die Spulen (naja, in Wirklichkeit gilt das immer nur für die erste Lage) in Form einer Rechts-Spirale, also gewunden wie eine Schraube mit Rechtsgewinde oder ein Korkenzieher. Man markiert immer den Anfang mit einem Punkt. Am Ende der Spule ist der Anschluss ohne Punktmarkierung, dann kommt die Lücke für den Pol und der Punkt für den nächsten Spulenanfang, wie die Spule unten in meinem Bild. Problem: Im Schaltbild ist der Kondensator an 2 Enden ohne Punkt angeschlossen und der Draht gegenüber an 2 Enden mit Punkt. Da sind also die Punkte plötzlich auf der anderen Seite. Und das heißt, der Wickelsinn muss für diese Spulen, links und oben in meinem Bild, andersherum sein - wie eine Linksschraube oder ein Korkenzieher für Linkshänder. Also: Entweder alle Spulen rechtsherum wickeln oder alle linksherum wickeln, dann muss der Kondensator bei der einen Spule oben und bei der anderen Spule unten angeschlossen werden. Oder, für die Anordnung wie im Schaltplan, eine rechtsherum und die gegenüberliegende linksherum. Beides ist Ok.

Die Ringkern-Abmessungen, Windungszahlen und so was wurden nicht nachgemessen. Da denke ich, dass Teslatech gut gearbeitet hat und man nicht nochmal nachprüfen muss. Aber die Werte, die für meine Ausarbeitung wichtig sind, habe ich alle verifiziert, wie z.B. die Induktivitätswerte, und natürlich sind alle Oszillographisch erfassten Daten vor Ort gemessen.

Hallo KurtX

Das Problem mit den Wechselspannungsmessungen habe ich bei
http://qeg-forum.de/index.php?topic=12.msg548#msg548
schon mal erklärt. Die Phasenlage von Strom und Spannung ist wichtig! Wenn ein Phasenversatz besteht, dann gibt es abwechselnd positive Leistung - die z.B. vom Netz in einen Motor fließt - und negative Leistung - die vom Motor zurück ins Netz geht. Das ist sogenannte Blindleistung. Die muss man voneinander abziehen, um den realen verfügbaren Anteil zu erhalten.

Bei Teslatech ergaben sich je nach Rechnung 100W bis 500W. Leider muss ich da enttäuschen: Man darf nicht Volt und Ampere getrennt messen und dann multiplizieren. Sondern man muss für genügend kleine Zeitabschnitte, z.B. Millisekunden, V und A bestimmen und dann, unter Beachtung der Vorzeichen, aufsummieren. Das geht natürlich nur per Leistungsmessgerät oder Oszillograph. Und dann kommt halt die Ernüchterung, es sind so um die 20W. Wenn man Glühbirnen oder Heizstäbe betreibt, dann darf man - direkt an diesen - auch Strom und Spannung getrennt messen, denn an einer 'ohmschen Last' gibt es keinen Phasenversatz.

Gruß, Physikus

Physikus

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #9 am: 11. Mai 2014, 01:48:41 »
@anonJo: Während ich hier noch am Herumüberlegen und Tippen war, kam von dir schon die nächste Message mit dem paasenden Wort: 'hirnverzwurbelnd'! Sehr schön.  :D

KurtX

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« Antwort #10 am: 11. Mai 2014, 02:24:54 »
@Physikus: Ich weiss. :) Ich habe an anderer Stelle ( http://qeg-forum.de/index.php?topic=12.msg467#msg467 ) bereits vor ein paar Tagen selbst auf das Problem der Phasenverschiebung hingewiesen. Aber: Der Unterschied zwischen 10 bis 20 W (in Deiner Grafik zu den Sekundärspulen scheint der Wert nur knapp über 10 W zu liegen) und 150 W ist so gross, dass ich mir auch beim Anschluss von einer oder ein paar Glühbirnen schwer vorstellen kann, dass jemand den Unterschied nicht bemerkt. Daher meine Frage.

anonJo

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #11 am: 11. Mai 2014, 02:27:08 »
Hallo anonJo

... Das mit dem Wicklungssinn ist tatsächlich etwas diffizil. Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, einmal wirklich 'in 3D' die Spulen um den Kern zu zeichnen...

Hallo Physikus,

dein Lob bzgl. "hirnverzwurbeld" gebührt KurtX  :-[
Ja, das ist wirklich der passende Begriff  :)

Die 3D-Darstellung der Spulen war eine wirklich gute Idee. Nochmals vielen Dank !

Bzgl. Wicklungssinn bin ich mir immer noch nicht sicher:

1. Die Punkte im Schaltbild kennzeichen den Wicklungssinn nach Norm. Wenn es normgercht dargestellt ist dann definieren diese Punkte, dass beide Spulen magnetisch in die selbe Richtung arbeiten.  Im Schalbild von FTW sind beide Punkte oben, genau wie beim Normschaltbild eines Trafos.

2. Je höher die Induktivität der Spulen, desto mehr Energie kann in den Spulen gespeichert werden.  Die Gesamtinduktivität ist aber nur dann maximal wenn die Spulen magnetisch in Reihe gekoppelt sind. In diesem Fall, wo der Kondensator an den äußeren Enden der Reihenschaltung sitzt, ist die Gesamtinduktivität dann sogar um ca. 25 % höher als die Summe beider Einzelinduktivitäten.

Die Fragen 2. und 3. hast du vermutlich übersehen  ;)

LG Jo

PS: Evtl. läßt sich ja mal ein Versuch machen, wo der Kondensator wie oben beschrieben angeschlossen ist  ;)
« Letzte Änderung: 11. Mai 2014, 02:57:00 von anonJo »

KurtX

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #12 am: 11. Mai 2014, 04:20:55 »
@Physikus: Interessant scheint mir der Vergleich mit der einzigen mir bekannten Oszilloskopmessung des QEGs in Aouchtam hier (2. Foto von oben): http://sitsshow.blogspot.de/2014/05/status-of-qeg-build-morocco-build-day-9.html

Das gelbe Signal ist (wie man u.a. an der 5 kV-Teilung erkennen kann) offensichtlich die Spannung im Primärkreis. Das grüne Signal ist vermutlich der Spannungsabfall an einem niederohmigen Messwiderstand, um die Stromstärke zu messen. Die Periodendauer beträgt ca. 11,6 ms, entsprechend ca. 86 Hz. Damit liegt die Frequenz in einem Rahmen, der zu den bekannten Induktivitäts- und Kapazitätswerten passt. Leider ist die Rotorgeschwindigkeit nicht bekannt, aber alle Werte, die ich bisher aus Aouchtam gesehen habe (z.B. in Rainer's Tabelle), lagen zwischen 2000 und 3000 U/min (in Taiwan waren die Werte niedriger) bzw. zwischen 33 und 50 Hz. Das würde dafür sprechen, dass dieser QEG mit einer Anregungsfrequenz in Höhe der doppelten Resonanzfrequenz betrieben wird: 86 Hz*2/4 = 43 Hz = 2580 U/min. Sicher ist das natürlich nicht.

Die Messung aus Aouchtam weist zwar einige Ähnlichkeit mit der von TeslaTech's QEG auf, aber es gibt einen auffälligen Unterschied: Die Signale sind deutlich symmetrischer. Interessanterweise sieht auch die Spice-Simulation des Betriebs mit "doppelter" Anregungsfrequenz symmetrischer als bei "einfacher" Anregungsfrequenz aus, und wenn man sich die Grafik etwas vertikal gestreckt vorstellt, könnte auch der Verlauf der Stromkurve ungefähr hinkommen. Das würde also ebenfalls dafür sprechen, dass der QEG in Aouchtam mit "doppelter" Anregungsfrequenz läuft.

Sehr interessieren würde mich in diesem Zusammenhang die Spice-Simulation der Werte an den Sekundärspulen bei "doppelter" Anregungsfrequenz.
« Letzte Änderung: 11. Mai 2014, 04:23:10 von KurtX »

Physikus

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #13 am: 11. Mai 2014, 15:09:58 »
Hallo anonJo

Ja, es war eine Message von KurtX an dich, nicht umgekehrt. Danke für dein Lob mit der 3D-Darstellung.
1. Bei zwei Spulen auf einem gewöhnlichen Trafo-Kern und einem Ringkern kommt noch ein Geometrieproblem dazu: Wickelt man 2 Spulen im selben Wicklungssinn übereinander, dann sind die Punkte beider Spulen auf die selbe Seite zu setzen. Das gilt auch dann, wenn beide Spulen an einer Stelle eines Rings aufgewickelt sind. Rutscht man aber nun in Gedanken die äußere der konzentrischen Spulen auf die gegenüberliegende Seite des Rings, dann zeigt der zugehörige Punkt, weil die Spule ja dann um 180° gedreht ist, auf der anderen Seite.
2. Ja, je höher die Induktivität, je mehr Energie ist speicherbar. Wie ich denke und in
http://qeg-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=65.0;attach=89
beschrieben habe, kommt es aber auf die Veränderlichkeit der Induktivität an, und diese Änderung ist besonders deutlich beim gegenläufigen Hintereinaderschalten.
2_oben. War ja beantwortet. Induktivitäten und Oszillogramme vor Ort gemessen, Windungszahlen, Kernabmessungen u.s.w. aus Angaben von Teslatech und Originalschaltung.
3_oben. Der Einschwingvorgang selbst wurde nicht detailliert gemessen, sondern nur der Betrieb in Resonanz. Vorher sind Spannung und Strom praktisch Null.

Hallo KurtX

Klar sind 10 W und 150 W leicht unterscheidbar. Die 'hell leuchtenden' Birnen glühen halt nur gelb-orange. Ich stelle fest, dass wir keine OverUnity haben, aber will ansonsten die Energieblilanz nicht so kritisch anschauen. Ich habe mich gefreut, Messungen machen zu können, und es gibt ja vielleicht noch Spielraum für Verbesserungen.

Danke für den Super-Hinweis auf das Oszi-Foto! Das macht mich ja richtig happy.  :D  In meiner Ausarbeitung, Bild 11, habe ich als Voraussage die Form der Kurven bei doppelter Drehzahl berechnet, und diese stimmt - bis auf eine kleine Asymmetrie - genau damit überein! Bei mir rot = dort gelb, bei mir blau = dort grün. Mist, bei mir ist die Zeitskala verlorengegangen; es ist aber die selbe wie in Bild 10, das sind 13.1 ms je Schwingkreisschwingung. Das passt recht gut zusammen mit den dortigen 11.6 ms.
Die Simulation der Ausgangsspulenoszillogramme ist zu sehr 'verhackelt', noch viel mehr als sich ja bei der einfachen Frequenz schon zeigt. Das kommt wegen der einfachen Annahme einer Trapezform für die Variation der Induktivität, die in Wirklichkeit viel 'runder' abläuft. Da bleibt noch Platz für zukünftige Verbesserungen der Simulation. Mir gings ja jetzt erst mal nur um die Aufdeckung des Grundprinzips.

Gruß, Physikus

anonJo

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Antw:Erklärung der Funktionsweise des QEG.
« Antwort #14 am: 11. Mai 2014, 18:30:04 »
Hallo anonJo

2. Ja, je höher die Induktivität, je mehr Energie ist speicherbar. Wie ich denke und in
http://qeg-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=65.0;attach=89
beschrieben habe, kommt es aber auf die Veränderlichkeit der Induktivität an, und diese Änderung ist besonders deutlich beim gegenläufigen Hintereinaderschalten.

Hi Physikus,

bzgl. Wicklungssinn gebe ich jetzt erst mal Ruhe und hoffe, daß ich das mal selber an einem QEG testen kann.

Ja genau, der Betrag der Induktivitätsänderung ist entscheidend !
Wurde das auch messtechnisch gepüft, ob bei gegenläufiger Kopplung die Induktivitätsänderung größer ist als bei magnetisch in gleicher Richtung gekoppelt ?
Wenn die Gesamtinduktivität größer ist müsste eigentlich auch die Induktivitätsänderung entsprechend größer ausfallen  ;)

LG Jo