Autor Thema: Ein 1. Schritt für viele?  (Gelesen 2487 mal)

Futurum

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Ein 1. Schritt für viele?
« am: 15. Juli 2014, 21:16:55 »
Seit einigen Wochen informiere ich mich täglich im Netz zum Thema „Freie Energie“. Hintergrund ist vor allem eine technische Lösung zu finden, die meine Energierechnung zumindest ETWAS reduziert – z. B. die Beleuchtung in unserer Wohnung mit Energiesparlampen selbst zu realisieren. Dazu brauche ich 152 Watt – aufgerundet 200.

Welche technische Anlage eignet sich da am ehesten? Meine bisherige Erkenntnis läßt vom Prinzip her den Bedini-Generator am wirtschaftlichsten erscheinen, da u. a. eine Stromversorger-Batterie ausreicht, um damit 4 oder mehrere Batterien gleichzeitig laden zu können und damit ein praktisches Plus von 3 oder mehr voll geladenen Batterien zu erhalten.

Quelle:

http://www.nicht-wissen.square7.ch/dewiki/index.php?title=Bedini_Motor

Geschrieben wird ja viel – stimmt o. g. Aussage zum „Energieplus“ des Bedini? Wenn ja, wäre es da nicht sinnvoll auf dieser Basis über eine den aktuellsten Erkenntnissen berücksichtigende kleine Anlage für die Wohnung nachzudenken? Wenn ja, sollte vielleicht eine kleine Gruppe finanzielles, fachliches und handwerkliches Potential für zunächst einen repräsentativen Modellversuch bündeln?

Mir ist beim täglichen lesen in 3 Foren vor allem eins aufgefallen: Sehr viele Interessenten „verschenken“ ihre Freizeit damit, sich ausschließlich über das Thema zu informieren und diskutieren, obwohl sie eigentlich den Wunsch haben – unterstelle ich jetzt einfach, selbst Stromkosten zu sparen. Durch Passivität wird sich aber im eigenen Geldbeutel nichts zum Guten wenden. (Fast) jeder hat eigene Stärken, wovon viele etwas in ein Gemeinschaftsprojekt einbringen können. Über Details könnte im nächsten Schritt gesprochen werden.

Freue mich über sachliche Kommentare, die auch relevante Gegenvorschläge sein können.

Allen noch eine angenehme Woche wünscht

Peter aus dem Erzgebirge

Regen

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Antw:Ein 1. Schritt für viele?
« Antwort #1 am: 16. Juli 2014, 09:35:35 »
Schon der verlinkte Artikel widerspricht sich selbst, indem dort behauptet wird, es handele sich nur um einen 1:1 Übertrager ohne overunity Effekte, aber gleichzeitig soll man damit mit einer Batterie vier weitere vollladen können, d.h. die Energiemenge soll sich geisterhaft vervielfältigen.
Möglicherweise kann man, indem man die Ladung der Primärbatterie gleichzeitig auf die anderen verteilt erreichen, dass alle letztlich Nennspannung anzeigen, aber vollgeladen sind sie damit natürlich nicht. Die zur Verfügung stehende Ladungsmenge ändert sich in Summe keineswegs. Das ist auch der Grund, warum solche Geräte nicht millionenfach in allen Haushalten stehen.

Physikus

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Antw:Ein 1. Schritt für viele?
« Antwort #2 am: 25. August 2014, 02:28:05 »
Der Bedini-Generator verwendet, wie viele ähnliche Geräte auch (Ritter-Lader, Joule-Thief), eine Spule, die kurzzeitig mit Strom beschickt wird, der dann abrupt abgeschaltet wird. Durch dieses Abschalten entstehen Spannungsimpulse, deren Voltzahl um ein Vielfaches höher liegen kann als die der Spannungsquelle. Das ist wohl für viele Bastler ein sehr überraschender Effekt, und vielleicht kam ja daher die Meinung auf, hier würde zusätzliche Energie entstehen. Physikalisch kann man den Effekt mit einem SChwungrad vergleichen: Auch wenn man es nur ganz sanft andreht, entwickelt es beim plötzlichen Anhalten eine enorme Kraft. Aber Kraft allein ist nun leider keine Leistung bzw. Energie.

Inzwischen hat sich die fehlende OverUnity derartiger Geräte wohl rumgesprochen, aber es kursiert seit dem eine neue Variante: Per Bedini-Generator geladene Blei-Akkus halten länger, und ausgediente Akkus würden sogar wieder funktionsfähig. Dass man mit Strompulsen die Chemie in einem Akku positiv beeinflussen kann, ist sogar denkbar. Aber aus einem Akku gleich mehrere Akkus zu laden, funktioniert nur, wenn letztere eine niedrigere Kapazität haben. Energievermehrung ist nach allen Erkenntnissen der Physik nicht möglich.

Ich habe für einen Vortrag eine solche Kiste gebaut, und sie hat immerhin so um die 80% Wirkungsgrad, aber mehr als 100% hat mir die Natur nicht beschert. ;)

Gruß, Physikus