Autor Thema: Bastler und Debunker aufgepasst :)  (Gelesen 12527 mal)

Felix

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #15 am: 11. Juli 2014, 19:33:47 »
Ich habe noch keinen gebaut. Hier gibt es aber einige Antworten auf Deine Fragen:
http://www.hcrs.at/KELVIN.HTM

Irgendwo hab ich noch ein Video mit einem Generator vornehmlich aus Plexiglas gesehen, der blau geleuchtet hat, wenn er gelaufen ist. Bin mir aber nicht sicher ob das Licht aus Entladungen oder aus einer Fremdbeleuchtung war.

Gruß Felix
« Letzte Änderung: 11. Juli 2014, 19:38:55 von Felix »
Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! (Matthäus 7:15-20)

Michael

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #16 am: 11. Juli 2014, 19:53:36 »
Danke Felix, in dem Link wird beschrieben, wie man eine Sparlampe betreiben kann.
Zwar nicht mit Dauerlicht, aber immerhin blitzt sie alle ca. 3 Sekunden.
http://www.hcrs.at/VIDEOS/KELVINB.MPG
Für ein kontinuierliches Licht ist wohl der Strom zu gering. Aber egal gefällt mir trotzdem. :)

PhysikFan

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #17 am: 11. Juli 2014, 21:25:39 »
die effizienz ist eine frage der materialtechnik da kann man nicht einfach hergehen und ins blaue behaupten das wäre nicht effizient das hat man vor 20 jahren von solarzellen auch gesagt

Doch, kann man.

Beim Empfang von elektromagnetischen Wellen geht es um Geometrie bezogen auf die Wellenlänge (ideale Anpassung) und um Leitfähigkeit. Eine elektromagnetische Freiraumwelle wird zu einer leitungsgebundenen elektromagnetischen Welle gewandelt. Mit Materialtechnik hat das nur wenig zu tun.

Bei der Solarzelle geht es um den photoelektrischen Effekt, d.h. um Ladungsträgertrennung, das ist was ganz anderes. Mit Materialtechnik hat das viel zu tun.


Ja prinzipiell richtig es ist aber immer was da, nämlich das atmosphärische potential welches über grössere höhen anwächst und also einer entsprechend breitbandig arbeitenden antenne - die fraktale bauform muss nicht das optimum sein  - zugänglich ist. ob man das jetzt als 'Freie' Energie einordnen will oder nicht, sie ist umsonst vorhanden wie atemluft also "frei genug" um es mal so zu formulieren.

Das hat mit den elektromagnetischen Wellen, um die es bisher ging, aber nichts zu tun.

Abschätzungen des Stroms zwischen Ionosphäre und Erdboden ergeben ungefähr 1000 A. Für die gesamte Erde. Mit riesigem technischen Aufwand könnte ich das Potential in der Höhe anzapfen. Da kommen so um die eine Million Volt heraus. Also entspricht die gesamte so nutzbare Energie der Erde gerade mal einem einzigen 1000 MW Kraftwerk. Moderne Kraftwerke haben meist mehr Leistung.

Ich weiß nicht, woher Du Deine Informationen beziehst, aber ich würde die Quellen mal überprüfen.

Gruß, Physik Fan.
« Letzte Änderung: 12. Juli 2014, 12:24:14 von PhysikFan »

Werner

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #18 am: 12. Juli 2014, 10:30:32 »

Abschätzungen des Stroms zwischen Ionosphäre und Erdboden ergeben ungefähr 1000 A. Für die gesamte Erde. Mit riesigem technischen Aufwand könnte ich das Potential in der Höhe anzapfen. Da kommen so um die eine Million Volt heraus. Also entspricht die gesamte so nutzbare Energie der Erde gerade mal einem einzigen 1 MW Kraftwerk. Moderne Kraftwerke haben meist mehr Leistung.

Ich weiß nicht, woher Du Deine Informationen beziehst, aber ich würde die Quellen mal überprüfen.

Gruß, Physik Fan.

1000 A global. lolomat :P in jedem augenblick finden ca 8.000 gewitter auf der erde statt wenn ich die zahl richtig im kopf hab und abgesehen davon 1 kA x 1 MV = 1 GW also ich bezweifle dass die 8k gewitter sich 1kA teilen da bleibt 0,125(!) A pro Gewitter h..

PhysikFan

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #19 am: 12. Juli 2014, 13:34:08 »
1000 A global. lolomat :P in jedem augenblick finden ca 8.000 gewitter auf der erde statt wenn ich die zahl richtig im kopf hab und abgesehen davon 1 kA x 1 MV = 1 GW also ich bezweifle dass die 8k gewitter sich 1kA teilen da bleibt 0,125(!) A pro Gewitter h..

Danke für den Hinweis auf 1 MW, es sollte heißen 1 GW Kraftwerk bzw. 1000 MW.

Mit den Gewittern wirfst Du schon wieder etwas anderes in die Waagschale, denn die Blitze entstehen anders und haben mit der überall vorhandenen Potentialdifferenz in die Höhe nichts zu tun. Bei Blitzen geht es in der Hauptsache um Reibungselektrizität. Die tritt leider nur da auf, wo ein Gewitter ist, deshalb kann man sie nicht zur Dauerenergiegewinnung nutzen. Außerdem steht ein Blitz nur sehr kurz an, einige 10 Millisekunden im Durchschnitt.

Wie sollte eine Technik aussehen, die das abfangen und speichern kann?
Und wieviel kommt am Ende heraus gegenüber dem Aufwand?

Gruß, Physik Fan.

albert

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #20 am: 13. Juli 2014, 07:22:29 »
Ich habe im Deutschen Museum die Patente von Hermann Plauson eingesehen, der sich bereits Anfang des 20. Jhdts mit Energiegewinnung aus atmosphärischer Elektrizität befasst hat.
Ich nehme auch an, dass der technische Aufwand die Ausbeute nicht rechtfertigt, und denke, dass solch ein Kraftwerk erstens  nur sehr schwer gegen Blitzschlag abzusichern ist und zweitens Gewitter regelrecht anziehen würde. Damit möchte ich lieber nicht experimentieren.

Werner

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #21 am: 13. Juli 2014, 14:24:31 »
Ich habe im Deutschen Museum die Patente von Hermann Plauson eingesehen, der sich bereits Anfang des 20. Jhdts mit Energiegewinnung aus atmosphärischer Elektrizität befasst hat.
Ich nehme auch an, dass der technische Aufwand die Ausbeute nicht rechtfertigt, und denke, dass solch ein Kraftwerk erstens  nur sehr schwer gegen Blitzschlag abzusichern ist und zweitens Gewitter regelrecht anziehen würde. Damit möchte ich lieber nicht experimentieren.

Irgendwas geht aber, und sogar sagenhaft effizient..

http://rt.com/news/170704-tesla-tower-lightning-russia/

was mich interessiert sind alternative geometrien die gibt es sicherlich; berücksichtigt man die zusätzlichen Freiheitsgrade die wir durch a) 3d-Druck und -Materialien und b) .. zur verfügung haben, liegt der gedanke nicht fern per cad und simulationen technischen Aufwand und Ausbeute in ein vernünftiges Verhältnis zueinander zu bringen.


PhysikFan

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #22 am: 13. Juli 2014, 15:02:34 »
Irgendwas geht aber, und sogar sagenhaft effizient..
http://rt.com/news/170704-tesla-tower-lightning-russia/

Nein. Das hattest Du schon mal angefragt und die Antwort bekommen, was es ist:
Ein russisches Institut für Hochspannungsforschung.
Da kommt keine Elektrizität raus, da steckt man welche rein.

http://qeg-forum.de/index.php?topic=209.0


was mich interessiert sind alternative geometrien die gibt es sicherlich; berücksichtigt man die zusätzlichen Freiheitsgrade die wir durch a) 3d-Druck und -Materialien und b) .. zur verfügung haben, liegt der gedanke nicht fern per cad und simulationen technischen Aufwand und Ausbeute in ein vernünftiges Verhältnis zueinander zu bringen.

Was kommt dann heraus?
Was ist b)?
Was möchtest Du sagen?

Gruß, Physik Fan.

(Ich glaube, ich sollte Smileys in der Threadüberschrift ernster nehmen ;) )

Mike

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #23 am: 14. Juli 2014, 14:05:51 »
Hi Physik-Fan,
hab eine Frage zu Deiner Frage bzgl. Blitze:
Zitat
Wie sollte eine Technik aussehen, die das abfangen und speichern kann?

Ich erinnere mich an einen Bericht, indem Erwähnung fand, dass Ex-Präsident Jefferson bei Schlechtwetter einen Drachen an einem Drahtseil steigen ließ, und die Energie in Leydener Flaschen speicherte ... allerdings weiß ich nicht ob er hierbei BLITZE "anzapfte" oder nur die Potentialdifferenz "abschöpfte" ??? Weißt Du da etwas näheres?

LG, Mike

PhysikFan

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #24 am: 14. Juli 2014, 15:28:22 »
Weißt Du da etwas näheres?

Nicht wirklich. Es geht wohl weniger um Thomas Jefferson, der zwar auch auf anderem Gebiet Erfindungen gemacht hat, aber nicht dabei. Sondern um Benjamin Franklin. Der hat den Blitzableiter erfunden und Experimente mit Drachen gemacht und das mit dem Einfangen der Blitze vorgeschlagen. Ob er es wirklich gemacht hat, und mit welchem Ergebnis, weiß ich nicht.

Gruß, Physik Fan.

Mike

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #25 am: 14. Juli 2014, 16:20:36 »
Ja danke, der wars :-)
Hab mal kurz nachgesehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Blitzableiter
"Franklin ließ bei diesem lebensgefährlichen Experiment bei einem sommerlichen Gewitter einen Drachen an einem Metalldraht aufsteigen und konnte so zeigen, dass Blitze elektrische Entladungen darstellen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_(Elektrotechnik)
"Benjamin Franklin verband eine Leidener Flasche über eine Metallschnur mit einem Drachen, den er in den Himmel steigen ließ. Es gelang ihm mit diesem gefährlichen Experiment, Ladung von Gewitterwolken auf die Leidener Flasche zu übertragen. Er prägte den Begriff „electrical condenser“."

https://medienwerkstatt-online.de
"Für seinen Versuch befestigte er stromleitendes Metall an einer Drachenspitze. Am Ende der Schnur befestigte er einen Schlüssel. Als er im Beisein seines Sohnes bei einem Gewitter am 15. Juni 1752 seinen Drachen bis auf die Höhe der Wolken aufsteigen ließ, funktionierte sein Versuch tatsächlich. Der Drachen zog mächtige Funken auf sich, die aus dem Schlüssel sprangen. Der Blitz hatte also die Elektrizität an die Drachenspitze aus Metall abgegeben, die von da aus durch die nasse Schnur bis zum Schlüssel geleitet wurde. Durch dieses lebensgefährliche Experiment, das man auf gar keinen Fall nachmachen sollte, hatte Benjamin Franklin bewiesen, dass Blitze aus elektrischer Energie bestehen."

Also DOCH Blitze ...
Find ich total irritierend !? Es heißt doch immer man könne Blitzenergie nicht speichern, da sie "zu stark" wäre um sie handzuhaben ...
Aber Ben Franklin konnte das vor über 260 Jahren? Ohne HiTec, nur mit Flaschen? Und keiner hat da je weiter geforscht? ZB. mal 100 Flaschen hingestellt? Find ich merkwürdig ...
LG, Mike

Regen

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Antw:Bastler und Debunker aufgepasst :)
« Antwort #26 am: 14. Juli 2014, 17:08:53 »
Nur mal laut gedacht: Um mit den sehr hohen Spannungen eines Blitzes zurecht zu kommen, braucht man Kondensatoren mit einer entsprechend hohen Spannungsfestigkeit. Diese wiederum erreicht man, bildlich gesprochen, durch einen großen Plattenabstand.

Der Plattenabstand wiederum ist umgekehrt proportional zur Kapazität des Kondensators, d.h. Hochspannungskondensatoren haben eine bezogen auf das Bauvolumen sehr kleine Kapazität. Ein typischer Wert für die Kapazität so einer Flasche liegt bei <10nF

Welche Ladungsmenge damals nun tatsächlich in den Leidener Flaschen gespeichert wurde, darüber liegen keine Informationen vor.
« Letzte Änderung: 14. Juli 2014, 17:14:29 von Regen »