Autor Thema: An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?  (Gelesen 30343 mal)

Felix

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #45 am: 27. August 2014, 12:11:32 »
Nachdem es z.Z. anscheinend ein weltweites Phänomen ist, die Leute mit Blindleistungsgaukeleien über den Tisch zu ziehen, noch ein paar hoffentlich allgemein verständliche Erläuterung zu den einzelnen Leistungskomponenten.

Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Arten von elektrischen Leistungsangaben. Das sind Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung.

Wirkleistung ist der Leistungsanteil der im Verbraucher etwas bewirkt. Der wird z.B. in mechanische Energie umgesetzt um den Rotor eines Motors anzutreiben. Für den Anteil muss Treibstoff im Kraftwerk verbrannt werden.

Blindleistung ist der Anteil der im Verbraucher nur zwischengespeichert wird und dann wieder ins Netz zurück geliefert wird. Der leistet nichts im Motor und wird vollständig als elektrische Energie wieder an die EVUs zurück geliefert. Für den Anteil muss praktisch kein Treibstoff im Kraftwerk verbrannt werden.

Scheinleistung ist die geometrische Summe von Wirkleistung und Blindleistung.
Die sich aus einer Strom und einer Spannungsmessung ergebende Leistung ist eine Scheinleistung. Das ist nicht die Leistung die ein Zähler zählt.

In privaten Haushalten wird nur Wirkleistung verrechnet. Die haben deshalb auch nur einen Wirkstromzähler. Man spart da also nichts, wenn man dort aktiv Blindstrom kompensiert. Man zahlt dabei sogar noch drauf, weil das nämlich auch noch Strom kostet, selbst in den Phasen wo kein Blindstrom vorhanden ist.

In Gewerbebetrieben wird u.U. auch Blindstrom verrechnet. Die haben in der Regel neben dem Wirkstromzähler dann noch einen Blindstromzähler. Blindstrom kostet nur einen Bruchteil von dem, was Wirkstrom kostet. Der wird ja schließlich wieder komplett ins Netz zurück geliefert. Der kostet überhaupt nur deshalb etwas, weil er zwei mal die Zuleitungen belastet. Halt einmal auf dem Hinweg und einmal auf dem Rückweg.

In keinem Fall, also weder bei privaten Verbrauchern noch in Gewerbebetrieben wird Scheinleistung von den EVUs verrechnet. Das geht auch gar nicht, weil die einzelnen Komponenten der Scheinleistung (Wirkleistung und Blindleistung)  ja unterschiedliche Tarife haben.

Gruß Felix
« Letzte Änderung: 27. August 2014, 12:44:12 von Felix »
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Regen

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #46 am: 27. August 2014, 18:29:46 »
Da verkauft oder vemittelt einer sogenannte Strombooster.
http://www.slimlife.eu/wordpress/2014/01/den-stromverbrauch-um-15-bis-35-senken/
Die Dinger sollen angeblich die Stromrechnung um 35% verringern. Man kann aber nachmessen, dass die Dinger in Privathaushalten die Stromrechnung in Wirklichkeit erhöhen:
http://www.energiederzukunft.org/forum/5-allgemeines-forum/2985-strombooster?start=6#6587
Das hab ich ihm dann auch versucht mitzuteilen.

Der Betreiber der slimlife-Seite ist auch für den Vertrieb der "Stromsparmodule" verantwortlich.
Dass dieses Produkt so massiv verteidigt wird, hat also massive finanzielle Hintergründe.

Felix

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #47 am: 03. Dezember 2014, 11:30:23 »
Hier wird noch die Wirkungslosigkeit der Zauberkiste bescheinigt:
Ich habe selbst schon Kunden erlebt welche wütend die Zauberkugeln abmontiert haben, nachdem die Wirkungslosigkeit dokumentierbar wurde.

Die Wirksamkeit könnte man doch ganz einfach an einem feuchten Backstein demonstrieren. Wenn das Ding denn wirken würde.

Ist aber offensichtlich nicht der Fall:
Zitat von: 15Solid_Bauschadensrubrik_Wasserschloss_Okt09.pdf
am 15. Mai wurde ein Vertreter der „Zunft der Zauberkästchen“ im deutschen Landesgericht Bayreuth verurteilt. Der Unternehmer darf nicht mehr behaupten, dass Geräte für die elektrodenlose Umkehrosmose zur Mauertrockenlegung geeignet sind. Diese und andere Behauptungen ließen sich wissenschaftlich nicht belegen, sind daher als irreführend zu werten.


Lustig ist noch das TÜV Gutachten: www.youtube.com/watch?v=axTbVlSgEAE 2:20
Der TÜV hat aber nur festgestellt, dass das Gerät keine Gefahr für andere darstellt. Für einen feuchten Backstein aber halt offensichtlich auch nicht.



Gruß Felix
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2014, 11:56:53 von Felix »
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Felix

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #48 am: 06. Dezember 2014, 11:47:43 »
Zitat von: Regen
Der Betreiber der slimlife-Seite ist auch für den Vertrieb der "Stromsparmodule" verantwortlich.
Dass dieses Produkt so massiv verteidigt wird, hat also massive finanzielle Hintergründe.
Der macht noch ganz andere Sachen wenn er einen unliebsamen Kommentar für sein Forum bekommt :
Zitat von: Kommentar
Hope erschleicht sich nach wie vor Spendengelder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen:
http://www.gofundme.com/HopeGirlFixtheworldQEG



Als Antwort kann dann auch schon mal ein beleidigender Einschüchterungsversuch kommen:
Zitat von: Antwort per Mail:
Was soll dieses Gesülze?

Entweder sind Sie blind oder dämlich oder beides.

Die TUN wenigstens was. Von Ihnen kommt nur Gesülze.

Die fahren in der Weltgeschichte herum um mit den Menschen vor Ort diese Dinger zu bauen. Dazu braucht man auch Geld.

Man kann hier höchstens von mangelnden Fähigkeiten sprechen, aber wohl kaum von Betrug, wie Sie es diesen Menschen augenscheinlich unterstellen.

MfG
G. Rutschmann
 

Klar tun die was. Da gibt es inzwischen immer mehr die "was tun".
Ja, ja. Lasst euch auch von solchen Methoden nicht einschüchtern.

Gruß Felix
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auftriebsgauner

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #49 am: 06. Juli 2015, 08:50:32 »
Der Betreiber der slimlife-Seite ist auch für den Vertrieb der "Stromsparmodule" verantwortlich.
Dass dieses Produkt so massiv verteidigt wird, hat also massive finanzielle Hintergründe.
Z.Z täuscht er für eine Infrarot-Heizung eines Herstellers mit dem er offensichtlich zusammenarbeitet, eine Energievermehrung um den Faktor 4,5 vor:

    Wärmewellenheizung mit Speicher und Taktung
                                     Wirkungsgrad 1 : 4,5!
...
Leider dürfen wir dieses System hier auf unserer Seite nicht vorstellen. (Vorgabe vom Hersteller, mit dem wir direkt zusammen arbeiten.)
Aber Sie bekommen von uns eine detaillierte Beschreibung, aus der Sie alle notwendigen Angaben erfahren.
 

Verschicken tut er auf eine Anfrage hin dann folgenden Text:


vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die neue Wärmewellenheizung führen wir jetzt zusammen mit dem deutschen Entwickler/Hersteller (und tatsächlich auch in D. gefertigt!) in den Markt ein. Hierzu gibt es aber derzeit noch kein Prospektmaterial usw. Wird voraussichtlich Mitte/Ende July soweit sein.
Eine Kurzbeschreibung füge ich im Anhang bei, ebenso Infos zu Strahlungsheizungen, da diese Technik viel zu wenig bekannt ist und von der Heizungsindustrie bewusst viel Falschinformation gestreut wird.
Nach 20 Jahren Entwicklungszeit und die letzten Jahre ausgiebige Erprobungszeit im Testeinsatz, wurde die effizienteste Wärmewellen-/Infrarotheizung entwickelt, die es – meines Wissens nach – zur Zeit gibt, mit einem Wirkungsgrad von 1 : 4,5. Bedingt u.a. durch Speicher und Taktung.
Ein Gerät (1400 Watt Heizleistung bei nur ca. 311 Watt/h Verbrauch) reicht für Raumgrößen bis 20 bzw 25 m2 bei 2,40 m Raumhöhe, je nach Dämmung des Hauses. Bei kleineren Räumen passt sich das Gerät in Leistung und Verbrauch durch die Thermostatführung an. Bei sehr kleinen Räumen, wie z. B. Gäste-WCs, kann man alternativ auch ein kleines Infrarotpaneel verwenden.
Da die wenigsten Menschen mit dem Wirkungsgrad was anfangen können:
Dieser Wirkungsgrad besagt, dass mit 1 KWh Strom 4,5 KWh Wärme produziert werden. Zum Vergleich: 1 Liter Heizöl oder ca. 1 m3 Stadtgas bringen ca. 10 KWh Wärme. (Mit Öl, Gas, Pellets usw. wird man allerdings nie autark.)
Mit diesem Wirkungsgrad ist die Wärmewellenheizung günstiger, als eine moderne Ölheizung trotz
der vorrübergehend günstigen Ölpreise von ca. 60 Cent pro Liter.
1 Liter Öl bringt etwa 10 KWh Wärme. Die Wärmewellenheizung bringt mit 1 KWh Strom 4,5 KWh Wärme. Also bringen ca. 2,22 KWh (= 55 Cent bei 25 Cent/KWH Strompreis) Strom, 10 KWh Wärme. (Neben der weiteren Vorteile: Kein Kaminkehrer mehr, keine Wartung, kein Öltank/-raum, kein Heizungskeller mehr, nur einen kleinen Platz für den Pufferspeicher, erheblicher Kostenvorteil bei Anschaffungspreis und Installationskosten, gesundheitliche Vorteile usw.)
Stellt man die Heizung komplett auf diese Technik um (oder Neubau), braucht man noch einen Pufferspeicher o. eine ähnliche Lösung für die Warmwasseraufbereitung, falls diese vorher über die Öl- oder Gasheizung gemacht/geplant wurde.
Selbst mit der derzeitigen PV- und/oder Kleinwindkraftanlagentechnik plus Speicher, kann man hiermit schon nahe an die Energieautarkie kommen (unser Ziel).
(Mit den eigenen Stromerzeugern, die ohne Öl, Gas, Atom, Wind, Sonne usw. funktionieren, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, sind wir dann endlich autark.. Das wird aber noch eine unbestimmte Zeit dauern. Dazu wird auch nichts auf der Internetseite veröffentlicht.)
Die Wärmewellenheizungen sind über uns schon jetzt bestellbar – Abwicklung, Zahlung usw. dann direkt über den Hersteller.
Für weitere Fragen bitte einfach anrufen oder eine kurze Mail schicken.
Dazu verschickt er folgende Anlage mit der Gerätebeschreibung: http://www.filedropper.com/gertebeschreibung
Die Seite mit dem Hersteller mit dem er offenbar zusammenarbeitet, ist über die Gerätebeschreibung leicht zu finden: http://www.bio-heat-plus.de/BioHeat/index.php/die-technik

Es ist eine Heizung, den Strom dierkt in Wärme umwandelt. Die Umwandlung erfolgt laut Hersteller mit einer Effiziens von 96% was bei solchen Geräten auch die Regel ist:
Energieeffizienz -> 96% der eingesetzten Energie werden auch genutzt. Kein anderes Heizsystem erreicht diesen Wert.

Die von Gerou vorgetäuschte Enerergievermehrung ist definitiv falsch, was ihm auch mitgeteilt wurde:
http://www.slimlife.eu/wordpress/2015/06/das-rosch-auftriebskraftwerk-funktioniert/#comment-166576

Nach anfänglichen ausweichenden Antworten die offensichtlich vom Thema wegführen sollen, schaltet er die Kommentare inzwischen nicht mehr frei, wenn man konkret wird:
Zitat
Auftriebs Gauner
Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.
5. Juli 2015 um 11:57
Sie versuchen schon wieder auszuweichen. Wer bei Ihnen nach einer Wärmewellenheizung, explizit nach der mit einem von Ihnen behauptetetem Wirkungsgrad von 1:4,5 ( http://www.slimlife.eu/infrarotheizung.html ) , nachfragt , der bekommt obiges Angebot für einen Stromfresser mit dem man gewaltige Umweltschäden verursacht und mit dem man seine Heizungsrechnung in etwa verdreifachen kann. Praktisch der gleicher Fall wie seinerzeit beim IONTHERM. Meinen Sie nicht dass die Behauptung dieses Wirkungsgarades und die Behauptung: „Dieser Wirkungsgrad besagt, dass mit 1 KWh Strom 4,5 KWh Wärme“, mindestens eine Verbrauchertäuschung, wenn nicht sogar einen Betrugsversuch darstellt? Informieren Sie die Leute, denen Sie diese Fehlinformationen zugesendet haben, dass die Angaben nicht richtig sind?

Ist doch sicher nicht im Sinne des Verbrauchers, wenn der sich aufrund der haltlosen Versprechungen von irgendwo her so eine Kiste zulegt, dazu dann auch noch die er forderlichen Stromanschlüsse beauftragt und dann nach der nächsten Heizpriode über die Stromrechnung feststellt, dass seine Heizkosten mit dem neuen Teil steil in die Höhe gegangen sind. Ein Rückbau verursacht dann auch noch mal einiges an Kosten.
« Letzte Änderung: 06. Juli 2015, 08:59:47 von auftriebsgauner »

Felix

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #50 am: 17. Juli 2015, 20:01:47 »
Hier noch die Datei mit der Gerätebeschreibung die Goeru zusammen mit dem Schreiben zu der Wunderheizung verschickt.

http://www.energiederzukunft.org/media/kunena/attachments/50/Gertebeschreibung.pdf
« Letzte Änderung: 17. Juli 2015, 20:35:27 von Felix »
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Felix

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« Antwort #51 am: 11. November 2015, 16:51:28 »
Noch etwas interessantes zum eigentlichen Thema Aquapool. Der "Erfinder" von Aquapool ist offensichtlich ein sehr aktiver Scientologe.
   
http://www.wilfriedhandl.com/blog/2013/12/das-erste-tuerchen-des-scientology-adventkalenders-hat-sich-geoeffnet-und-heraus-spaziert-ing-wilhelm-willi-mohorn/
Zitat
Es geht um die wichtigsten Mitglieder der in Frankreich rechtskräftig verurteilten bandenmäßig organisierten Betrüger und dabei ist Ing. Wilhelm „Willi“ Mohorn eindeutig der „aktivste“ Scientologe in Österreich: Verheiratet mit der Präsidentin des Celebrity Center von Scientology, ist Mohorn, Eigentümer der umstrittenen Aquapol-Mauertrockenlegung, vor allem im Hinblick auf Wirtschaft und Politik der auffälligste „Lobbyist“ der Psychosekte.

Ich kann es kaum glauben, aber Willi Mohorn ist offensichtlich auch noch Präsident vom ÖVR (Österreichische Vereinigung für Raumenergie ).

Dieses Video von WISO hatten wir glaube ich auch noch nicht:
https://www.youtube.com/watch?v=ghRPsDx6evE

Lustig im Video ist noch die Aussage hinsichtlich Einschüchterung aufmüpfiger Kundschaft, die ihr Geld zurück wollte, weil das Gerät versagt hat: "Die unzufriedenen Kunden habe man nicht eingeschüchtert, sondern der "Wahrheit" mit etwas Druck auf die Sprünge geholfen". Das machen Wunderkastenverkäufer anscheinend ganz besonders gerne. Trotz Geld zurück Garantie.

Mit einer Klage hat man hier aber sehr gute Chancen sein Geld wieder zu bekommen. Es gibt dazu schon einige Urteile.
« Letzte Änderung: 11. November 2015, 16:56:08 von Felix »
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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #52 am: 22. November 2015, 10:55:02 »
Noch eine Interessante Entwicklung die man einmal verfolgen sollte.


Eröffnung des neun Celebrity Centre von Scientology am 9. Oktober in Wien. Presidentin Caroline Mohorn, eröffnete gemeinsam mit  Ehemann Wilhelm Mohorn, sowie der designierten Nationalratsabgeordneten Elfriede Madl das Celebrity Centre.



Der Mann auf dem Bild kam mir irgendwie bekannt vor. Ich hab ihn dann auch gefunden.
.

Unser Vereinsmitglied Gottfried Herrmann durfte schon mehrmals bei einer Veranstaltung vom ÖVR unseren Verein GAIA vorstellen.
Daher hat es uns sehr gefreut, dass wir beim FOG Treffen in Weistrach Willi Mohorn die Möglichkeit geben konnten, den Verein ÖVR mit dem Thema „Raumenergie“ einem breiten Puplikum nahe zu bringen.

Der Scientologe und Präsident des ÖVR und Gaia "beglücken" ihre Mitglieder derzeit mit den ersten Annäherungen
Da scheint sich was anzubahnen. Eine Kooperation zu einem Verein mit über 2000 Mitgliedern von denen viele so ziemlich alles glauben was man ihnen erzählt, wäre da sicher eine interessante Perspektive.
« Letzte Änderung: 22. November 2015, 15:23:24 von Felix »
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Felix

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Antw:An die Wissenden hier - wie könnte Aquapol funktionieren ?
« Antwort #53 am: 20. Februar 2016, 15:04:07 »
Ich habe noch einen Bericht zum Urteil gegen die Werbung für Mauertrocknung via Magnetokinese gefunden. Es gab schon verschiedene Gerichtsverfahren, bei denen Wunderkistenverkäüfer nachweisen sollten, dass ihre Wunderkiste auch funktioniert. Wenn ich mich recht erinnere war ein Gericht bei Hartmut Müller   seinerzeit 3 Monate damit beschäftigt zu Schauen, ob nicht doch was an seinen Behauptungen dran ist. Der wurde dann aber wegen Anlagebetrug verurteilt, weil er u.A. offensichtlich manipuliert hat.

Villeicht noch interessant zu erwähnen, dass beim AuKW ähnliche Ausgangsverhältnisse wie bei H.M. vorliegen dürften, wenn da einmal der Staatsanwalt tätig wird. Bin schon gespannt, was die Lizensverkäufer und Vermittler dann so von sich geben werden, zumal inzwischen auch immer mehr Vermittler zu Schadensersatz verurteilt werden.

Bauenfängerei ist bei uns leider nicht verboten. In einigen Fällen kann man aber wenigstens die Gaukeleien in Werbung etwas minimieren wie es zum Auapool dann auch per Gerichtsurteil geschehen ist:

Nun hat das OLG Frankfurt entschieden, dass es sich dabei um eine wissenschaftlich nicht beweisbare und damit unzulässige Werbeaussage handelt, und verboten, dass das Unternehmen auf seiner deutschen Internetseite damit wirbt.
Interessant ist der Verlauf: Zunächst nämlich forderte das Gericht den Kläger auf, mit einem reproduzierbaren, wissenschaftlichen Prüfungsverfahren die Wirksamkeit des magnetokinetischen Geräts zu widerlegen. Der Kläger schlug vor, dies mithilfe durchfeuchteter Mauerwerksproben in einem Labor zu tun. Aquapol erklärte daraufhin jedoch, dass das Gerät nur mit Erdkontakt zu dem befeuchteten Mauerwerk funktioniere und dass der Versuch darum ungeeignet sei. Außerdem verwies man auf den Einfluss des Versalzungsgrades des Mauerwerkes auf die Messergebnisse und behauptete schließlich, es sei notwendig, das Gerät in einem Abstand von etwa 40 Metern zu der Mauer aufzustellen. Diese Einwände waren geeignet, jede sinnvolle Prüfung unmöglich zu machen, wie das Gericht daraufhin feststellte. Der vorgeschlagene Versuchsaufbau genüge anerkannten wissenschaftlichen Ansprüchen, die Aquapol aber ablehne, weil es die Wirkung auf natürliche Umweltenergien oder „Erdstrahlen“ zurückführe. Das Gericht verlagerte darum die Beweispflicht vom Kläger auf den Beklagten. Hieran scheiterte Aquapol. Da die Firma keine Wirkung seiner Geräte nachweisen konnte, erging das Werbeverbot.
Versteht sich von selbst, dass er die Erdstrahlen auch nicht nachweisen kann. Alleine dafür bekäme er schon den Nobelpreis und die damit verbundenen 800000€ Preisgeld. Würde mich auch mal interessieren, ob er die Wunderkisten bei seiner Kundschaft auch in 40m Entfernung aufstellt  ;D. Die Verlagerung der  Beweispflicht vom Kläger auf den Beklagten ist schon einmal ein großes Plus für den Verbraucherschutz.

Zu den Tätigkeiten des Präsidenten der Österreichischen Vereinigung für Raumenergie bei Scientology hab ich auch noch eine Zusammenstellung gefunden. Der scheint dort ziemlich aktiv zu sein. Offensichtlich ein erfahrener Mann in der Glaubensvermittlung:  http://www.truthaboutscientology.com/stats/by-name/w/wilhelm-mohorn.html

Bauernfängerei ist z.Z. voll im Trend. Früher warfen die Gelähmten nur einmal im Jahr ihre Krücken mit weit hörbarem Jubel weg und setzen zum Dauerlauf an. Das war auf dem Jahrmarkt, wenn der Meister sein Wunderelexier vorführte. Mit dem Aufkommen der Massenmedien ist es heutzutage aber kein Problem mehr, jeden Tag eine Jahrmarktsveranstaltung zu starten. Bauernfängerei ist zur lohnenden Einkommensquelle geworden.  Es sind inzwischen auch eher selten einzelne Ganoven die da unterwegs sind. Es handelt sich da meiner Meinung nach eher um ein weit verzweigtes Netzwerk. Z.Z. wird anscheinend die eigene Presse massiv ausgebaut über die die ganzen Nullnummern dann noch effektiver beworben werden um dann nach den altbekannten Mustern vermarktet zu werden.
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« Antwort #54 am: 25. Juli 2016, 16:32:19 »
Es gibt noch ein schönes Video zu den Wunderkästen zur Entfeuchtung:
https://www.youtube.com/watch?v=UNG9r2DuFnc

So wie es im Video ersichtlich ist, kommt das Geld bei beanstandeter Nichtfunktion auch erst nach Einleitung eines Gerichtsverfahrens zurück. Dann aber anscheinend direkt.

Der Keller wird nach dem Einbau der Wunderkiste aber des Öfteren tatsächlich trocken. Das hängt in der Regel daran, dass vor dem Einbau aufgeräumt und anschließend auch regelmäßig gelüftet wird. Das hilft wahrscheinlich beim Großteil aller Fälle. Man bekommt sogar erdfeuchte Keller ohne Dränung trocken, wenn man gewisse Regeln einhält. 
 
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« Antwort #55 am: 30. Oktober 2016, 10:07:56 »
Ich/wir habe/n zum letzten Aquapol-Blogbeitrag eine Unterlassungserklärung von Mohorns Anwalt erhalten. (Der Chef von Aquapol) Natürlich habe/n ich/wir diese nicht anerkannt, bis heute nichts mehr von Aquapol gehört.
W. Mohorn hat offensichtlich schon öfters versucht Aufklärer mit „Rechtsmitteln“ einzuschüchtern.

Feuchtigkeit ist ein interessantes Thema. Wenn man nach einer baulichen Maßnahme plötzlich eine feuchte Stelle hat, kommt man erst drauf, was da so alles erstaunliches passieren kann. Auch bei geringem Feuchtigkeitseintrag, wird die Räumlichkeit mit der Zeit dann immer feuchter und irgendwann kommt der Schimmel. Meistens ist Abhilfe aber ganz einfach. Man muss in einer Räumlichkeit mit gegebenem Feuchtigkeitseintrag nur den ausgehenden Feuchtigkeitsanteil größer machen als den Feuchtigkeitseintrag. Die Räumlichkeit kann dann ja nur immer trockener werden.

Da der Aquapool selbst nichts zur Entfeuchtung beitragen kann, müssen natürlich wirkungsvolle Begleitmaßnahmen diese Aufgabe übernehmen:
(Ich warne zeitgleich auch vor unüberlegten Ausgaben für sonstige klassische Trockenlegungsmethoden wie Injektagen und Mauersägeverfahren, hier soll vorab immer von einem unabhängigen Gutachter/Fachmann besichtigt werden, hier möchte ich auf das „Erfolgsgeheimnis von Aquapol“ verweisen, welches einzig und alleine in den Begleitmaßnahmen, wie Kontrolle der Luftfeuchten, Putz abschlagen, usw. begründet ist. Diese Begleitmaßnahmen können auch ohne Kauf der Zauberkugel, und ohne Mauerschnitt und Injektionsverfahren bei ihrem Haus wirken!! )
Versteht sich von selbst, dass man sich den Auqapool oder ein ähnliches Placebo in allen Fällen sparen kann. Größere Maßnahmen sind meistens auch nicht nötig um wirkungsvoll zu entfeuchten.

In meinem Fall lag das Problem allerdings wo anders. Ich hatte in einem leeren kleinen Gewächshaus immer eine feuchte Stelle am Boden. Bei mir lag das allerdings daran, dass an der Stelle einmal ein Behälter mit Kochsalz umgekippt ist. Erstaunlich wie so eine Stelle dann ständig Feuchtigkeit aus dem Boden zieht. Da hilft auch ständiges lüften nicht weiter. Mit einmal gründlich durchspülen war das Problem dann aber behoben. So kann man auch mit Feuchtigkeit gegen Feuchtigkeit ankämpfen  :) .
« Letzte Änderung: 11. November 2016, 10:18:16 von Felix »
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« Antwort #56 am: 11. November 2016, 10:19:51 »
Da gibt es noch ein paar Infos zu der Kiste:
https://fsmosophica.org/2016/02/03/aquapol-treibt-seine-kunden-in-den-ruin/

Sogar eine alte Anleitung für den Vertrieb des Wunders ist auf der Seite enthalten:
http://www.aquapol-unzufriedene.at/sites/default/files/verkauf-01-25s.pdf

Ein kleiner Auszug aus der Anleitung (Rotmakierungen von mir) :


Interessant ist der ziemlich geschwurbelte Satz mit dem Elektroosmoseeffekt. Der soll wohl vorgaukeln das Gerät würde Elektroosmose machen. Das das schlicht und einfach nicht richtig ist, hat er aber selbst aufzeigen dürfen >:( . Dem Richter ist er ja seinerzeit den Nachweis schuldig geblieben ( http://www.ezw-berlin.de/html/15_3304.php  ).

Eine ähnliche Verschwurbelungsethode zur Verbrauchertäuschung findet man übrigens auch oft beim Vertrieb von Wunderheizungen in der inzwichen immer wieder auftauchenden Ganoveneinheit W/h oder Watt pro Stunde. Die W/h sollen dabei dem Kunden eine durch das angepriesene Wunder generierte Heizenergie vortäuschen. Energie wird aber in Wh gemessen. Somit hat der so agierende Ganove genau genommen auch nie eine entsprechende Energie behauptet. Der Kunde ist sozusagen selbst schuld, wenn er aus W/h die von ihm erhofften Wh macht. Der Trick besteht da anscheinend immer darin, mit sinnfreien Angaben die gewünschte Funktion vorzutäuschen. Es bleibt aber trotzdem Verbrauchertäuschung bzw. Betrug.

Der prvisionsorientierte Vertrieb ist bei solchen Kisten die Regel. Selbst wenn sich der oben behauptete 6-stellige Monatsverdienst auf Schilling bezieht, wird hier immer noch mit einem etwa 5-stelliger Euro Betrag geködert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Art von Hausiererei so einträglich ist. Für den Initiator steigen die Einnahmen in den Fällen aber praktisch linear mit der Anzahl der angeworbenen Hausierer an. Und die des öfteren zum Erfolg führenden begleitenden Maßnahmen muss der Kunde natürlich selbst tragen. Und die eigentliche Wunderkugel die er ausliefert, die kostet ja fast nichts. Von daher ist man in solchen Branchen natürlich immer daran interessiert, möglichst viele Hausierer anzuwerben.

In den Verträgen mit den Kunden sind auch einige Punkte die vorsichtig ausgedrückt, schwer zu denken geben und mit denen sich die Gerichte auch schon beschäftigt haben..
... Dem Kläger war eine Berufung auf die vertraglich eingeräumte vierjährige Gewährleistungs- und Rücknahmegarantie wegen Fristablaufs (Vertragsabschluss am 18. August 1995, Aufstellen der ursprünglich drei Geräte am 20. September 1995, erstes Schreiben des Klagevertreters mit dem Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrags am 1. Oktober 1999) nicht versagt. Grundsätzlich beginnt die Gewährleistungsfrist auch in den Fällen der dreijährigen Gewährleistungsfrist mit der körperlichen Übergabe zu laufen (vstSenat SZ 63/37). Nach den Vereinbarungen der Streitteile musste der zugesagte Erfolg erst vier Jahre nach Vertragsabschluss, somit frühestens am 20. September 1999 eintreten.

Damit erweisen sich alle Rechtsmittelausführungen der beklagten Partei über eine Verfristung der Gewährleistungsfrist bzw. eine Verjährung des Rückforderungsanspruchs als verfehlt. ...
Wenn der Erfolg erst nach 4 Jahren eintreten soll, dann kann man das Gerät ja unmöglich schon vorher wegen Nichtfunktion zurück geben. Wenn Wunder verkauft werden, dann muss man außerdem ja auch noch alle an ein Wunder grenzende Möglichkeiten in Betracht ziehen. Auch ein Wunder bei dem im 4-Jahresrythmus vielleicht ein durch das Gerät provozierten Erdstrahlenausbruch  ;D die Feuchtigkeit dann schlagartig vertreibt. Erst wenn alle denkbaren Wunder nach 4 Jahren ausbleiben, ist der Nachweis erbracht dass die Kiste nicht funktioniert hat. Die nach 4 Jahren „dummerweise“ :D abgelaufene Rückgabefrist ist dann laut dem Urteil unwirksam.

Die Methode ist ablauftechnisch und psychologisch geschickt aufgebaut. Aktive Scientologen werden in solchen Methoden aber auch ausgebildet, weil die ja auch kostenpflichtige Maßnahmen an angeworbene „Mitglieder“ vermitteln müssen. Ich habe einmal einen solchen Anwerbeversuch mitgemacht. Das war über eine Stunde Gehirnwäsche vom Feinsten. Die Macht die der Konzern inzwischen insbesondere in Teilen von Amerika hat, spricht leider für den Erfolg solcher Methoden.

« Letzte Änderung: 11. November 2016, 10:31:24 von Felix »
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