Autor Thema: "Open Source" und die Industrie  (Gelesen 2430 mal)

Mike

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"Open Source" und die Industrie
« am: 13. Juni 2014, 12:01:19 »
Habe soeben in den News gelesen, dass Tesla-Motors alle Patente freigegeben hat.
Ich finde das einen guten Schritt in die richtige Richtung:

Zitat
Der US-Elektroautohersteller Tesla hat in einem ungewöhnlichen Schritt sämtliche Patente der Öffentlichkeit übergeben, um die Verbreitung seiner Technologie zu fördern. „Alle unsere Patente gehören Euch“, schrieb Tesla-Chef Elon Musk gestern in einem Blogeintrag. Die Firma habe „im Geiste der Open-Source-Bewegung“ die Rechte an ihren Patenten aufgegeben, um die Verbreitung der Elektroautotechnologie zu erleichtern. Tesla werde keine Patentrechtsklagen einreichen, wenn andere Firmen die von der Firma entwickelte Technologie verwendeten, versprach Musk.

Der Tesla-Chef schrieb weiter, zur Zeit der Firmengründung habe man geglaubt, dass man seine Technologie durch Patente davor schützen müsse, dass die großen Autofirmen Tesla kopierten und dann ihre Marktmacht nutzten, um Tesla zu erdrücken. Doch sei das Gegenteil der Fall gewesen. „Wir hätten uns nicht mehr irren können“, schrieb Musk. Die „unglückliche Realität“ sei, dass die großen Autofirmen praktisch keine eigenen Elektroautos entwickelten. Der Anteil von Elektroautos liege noch immer bei „weit weniger als einem Prozent der gesamten verkauften Fahrzeuge“.

Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Unternehmen sich ermutigt fühlen, in diese Richtung nachzueifern!
LG, mike

Werner

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Antw:"Open Source" und die Industrie
« Antwort #1 am: 15. Juni 2014, 17:43:29 »


Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Unternehmen sich ermutigt fühlen, in diese Richtung nachzueifern!
LG, mike

Sieht gut aus, HP geht mit der nächsten Rechnerarchitektur ebenfalls opensource

http://www.netzwoche.ch/News/2014/06/12/Hewlett-Packard-stellt-The-Machine-vor.aspx

Mike

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Antw:"Open Source" und die Industrie
« Antwort #2 am: 16. Juni 2014, 11:51:55 »
WOW ... da hat ein 12-jähriger in einem Schulprojekt Kernfusion betrieben !?

http://jamiesfusionproject.blogspot.de/

Physikus

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Antw:"Open Source" und die Industrie
« Antwort #3 am: 16. Juni 2014, 15:00:23 »
Hallo Mike

So unglaublich es klingt, ist diese Geschichte offensichtlich wahr. Jamie Edwards hat eine reife Leistung vollbracht - aber kein Wunder. Das Besondere daran ist, dass er der jüngste Schüler ist, der das Experiment zum Laufen bekam. Der bisherige Rekordhalter war ein Jahr älter. Jeder der den Fusor aufbaut, darf sich in eine Liste eintragen. Jamie ist der 81. der insgesamt 87 bis jetzt Erfolgreichen.
http://fusor.net/board/viewtopic.php?t=13&f=7&sid=299a12f37a52fb6ab6863bcc2ed0539e#p512

Bei dem Experiment wird Plasma erzeugt, bei dem - mit einem jedoch äußerst geringen Wirkungsquerschnitt - immerhin Kernfusion auftritt. Das ist schon erstaunlich!

Das Experiment ist hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Fusor
und mit Bild hier beschrieben.
http://en.wikipedia.org/wiki/Fusor

Was ich jedoch ärgerlich finde, ist die Darstellung seitens Journalisten. Da wird, ohne die Hintergründe zu beleuchten, so getan, als ob hier ein junger Bengel den Physikern, die schon seit Jahrzehnten bei Fusionsexperimenten Energie gewinnen wollen, gezeigt hätte, wie man das macht. In Wirklichkeit kann man natürlich aus dem Schülerexperiment keine Energie herausholen.

http://fusor.net/board/download/file.php?id=7879&t=1


Gruß, Physikus