Autor Thema: Geschalteter Output  (Gelesen 8970 mal)

albert

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Geschalteter Output
« am: 05. Juni 2014, 18:10:03 »
An alle Mit- Denker!

Heute nacht hatte ich folgenden Gedanken.

Nachdem wir beim QEG sowas wie einen "Trafo mit Antrieb" haben, könnte man jederzeit durch Anzapfen der Rotorwelle ein phasenstarr mit den Vorgängen im Inneren der Maschine gekoppeltes Schaltsignal bekommen.

Nachdem unsere Versuche ergeben haben, dass bei Einschalten einer Funkenstrecke im Ausgang Leistung entnommen werden kann, ohne dass die Maschine aus der Resonanz fällt, kann man vielleicht durch eine Art - ich sags jetzt mal mit der Terminologie aus Teslas Zeiten- von "Unterbrecher" dafür sorgen dass dem Schwingkreis nur dann Energie entnommen wird, wenn der Unterbrecher geschlossen ist. Auch die Pulslänge ließe sich einstellen.
Die Serienfunkenstrecke ist auch eine Art Unterbrecher, denn sie zündet nur bei bestimmter Höhe der Spannung. Nur kann man das nicht sehr gut einstellen.
Mit einem Kontakt, der auf der Rotorwelle sitzt und einem Abnehmer, der  um 90 Grad drehbar ist, kann man beliebige Phasenwinkel des Schaltzeitpunkts einstellen, so wie bei der Zündung im Auto. Dies kann entweder rein elektronisch gehen über Magnete und Hallkontakte, über Lichtschranke undsoweiter. Oder halt mechanisch mit Kohlen und Kommutator.
Nebenbei gesagt könnte man so auch die  Motordrehzahl haargenau auf einen bestimmten Wert einstellen, wenn man einen Reglermechanismus mit Drehzahlmessung einfügt.

Die Umwandlung von Blindleistung in Wirkleistung hat sicher wenn sie denn gelingen sollte ALLES mit richtigem Timing und Impulslängen zu tun.

Dieser Abgriff auf der Welle könnte ein Schritt hierzu sein.
Ob damit OU ereicht werden kann, ist natürlich wieder eine andere Frage.... ;D ;)

Aber ausprobieren muss mans.....
« Letzte Änderung: 05. Juni 2014, 18:22:25 von albert »

Äon

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #1 am: 05. Juni 2014, 23:18:50 »
An alle Mit- Denker!

Heute nacht hatte ich folgenden Gedanken.

Die Umwandlung von Blindleistung in Wirkleistung hat sicher wenn sie denn gelingen sollte ALLES mit richtigem Timing und Impulslängen zu tun.

Das ist mal ein wirklich guter Beitrag, Danke  Albert.
Ich habe einige Versuche in dieser Richtung unternommen. Man kann den Output gut in eine Kondensatorbank laden, wenn man ihn sauber schaltet.
Wenn man (bei korrektem Aufbau) darauf achtet, daß die dann entnommene Spannung immer oberhalb der Induktionsspannung liegt, gibt es gar keinen Rückzug mehr auf den Rotor. Ich habe allerdings bei meinem Versuch lediglich die Rückpulsspannungen verwendet, die beim Abschalten der Spulen entstehen, das ist nur ein kleiner Teil der verfügbaren Energiemenge. Wahrscheinlich müsste man zwischen zwei Schaltpunkten hin-und her schalten, den Punkten bei maximaler und minimaler Induktion. Ist noch genau zu probieren, das braucht leider etwas Zeit.
Vielleicht ist das eine Anregung.
LG
Ä.
« Letzte Änderung: 05. Juni 2014, 23:33:11 von Äon »

Physikus

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #2 am: 11. Juni 2014, 03:31:33 »
Hallo Albert

Einerseits ist es schon eine gute Idee, zur Phasenverschiebung eine Vorrichtung auf die Drehachse zu setzen. Aber mir ist nicht so recht klar, was der Zweck sein soll. Klar, man könnte denken, wenn bei Blindleistung der Strom und die Spannung um 90° phasenversetzt sind, dann könnte man durch eine Phasenverschiebung auf 0° Wirkleistung erzeugen. Tatsächlich ist es aber so, dass beim Entnehmen von Wirkleistung, z.B. durch angeschaltete Glühbirnen, sich die entsprechende Phasenverschiebung ganz von allein einstellt. Das ist ja gerade die Eigenschaft von Wirkleistung, bzw. von einem Ohmschen Verbraucher.

Gruß, Physikus

albert

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #3 am: 11. Juni 2014, 12:17:58 »
Hallo Physikus,

ich dachte eher an ein Signal zur Ansteuerung der Transverter Schaltung. Die Maschine fällt nicht mehr aus der Resonanz, wenn man dem Schwingkreis nur soviel Energie entnimmt, dass die R. erhalten bleibt. Das geht aber nur bei genauem Timing. Und dieses Timing hängt ja direkt mit der Drehung des Rotors zusammen. Daher denke ich es ist am einfachsten es auch direkt von der Welle abzunehmen.
Bei der in Serie geschalteten Funkenstrecke schien das zu funktionieren. Die zündet ja auch nur dann wenn die Spannung am höchsten ist.


KurtX

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #4 am: 11. Juni 2014, 15:26:44 »
Ich denke, es ist besser die Blindleistung aus der Perspektive der Energie zu betrachten. In dem letzten Overunity-Video aus Aouchtam beträgt die maximale Spannung (d.h. wenn die Kondensatoren voll geladen sind) ca. 7000 V. Die effektive Kapazität der Kondensatoren ist mit 167 nF ebenfalls bekannt. Das ergibt gemäss W=0,5*C*U^2 ungefähr 4 Joule bzw. 4 Ws. Das ist verhältnismässig wenig Energie. Wenn man die schnell genug hin- und herschaufelt, ergeben sich trotzdem sehr hohe Blindleistungswerte, was aber nichts daran ändert, dass effektiv nur 4 Ws vorhanden sind. Die kann man sicherlich auch entnehmen (man müsste z.B. nur bei voll geladenen Kondensatoren einen Umschalter aktivieren, der die Ausgänge der Kondensatoren von den Spulen auf eine Last schaltet), aber dann wäre auch die Resonanz weg, weil die von den Kondensatoren zu den Spulen fliessende Energie notwendig ist, um deren Magnetfeld aufzubauen. Nun könnte man argumentieren, dass die Energie in den Spulen (viele andere denkbare Stellen gibt es ja nicht) bei bestehender Resonanz möglicherweise von "irgendwo anders" aufgefüllt wird, aber dann stellt sich die Frage, warum die Kondensatoren im Normalbetrieb nur auf ca. 7000 V aufgeladen werden, und nicht weiter.

anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #5 am: 11. Juni 2014, 21:40:12 »
@Hallo Kurt,

Das mit den 7000V habe ich mir auch schon gedacht, vor allem weil die Kondensatoren auf 24000V ausgelegt sind.
Es könnte sein, dass der Kern, bei den 7000V absolut in der Sättigung ist.
Dann sinkt nämlich die Induktivität, und ebenfalls die Spannung.
Aus dem Schwingkreis, darf definitiv keine Energie genommen werden.
Der Schwingkreis bildet eine stehende Welle.
Es wird ausschließlich aus der Ausgangsspule Energie entnommen, und zwar Päckchen weise.
Wenn der QEG auf Selbstlauf geschaltet ist, liegt permanent parallel am Ausgang die Primärspule des Stelltrafos.
Somit haben wir keine Phasenverschiebung.

Schau dir das letzte pdf.(Version 2) das ich reingestellt habe nochmal an...
Hallo Raffaela,

das sehe ich auch so wie du.

Grüble aber noch darüber nach, warum die parallele Spule des Stelltrafos die Phasenverschiebung eliminieren soll.
Welche Phasenverschiebung meinst du ?

Dein pdf finde ich leider nicht. Kannst du bitte einen Link dazu posten ?

LG Jo

anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #6 am: 11. Juni 2014, 22:20:15 »
Vielen Dank weliheli :-)

@ Raffaela,

gut, das bedeutet dann also:

Man kann dem QEG nur dann nutzbare Energie entnehmen wenn man eine parallel zur Sekundärwicklung geschaltete Induktivität verwendet  ;)
Jetzt wäre noch zu klären ob das nur mit einem bestimmten Induktivitätswert geht.

LG Jo


Stefan9

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #7 am: 11. Juni 2014, 22:50:45 »
Es macht total Freude bei Euch mitzulesen-das ist was das Forum braucht!
Macht weiter so
Stefan

anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #8 am: 12. Juni 2014, 20:37:15 »
@ Jo, du hast es richtig erkannt,

es muss eine Induktivität, oder ein Ohmscher Widerstand, was ja die Induktivität auch hat, am Ausgang sein,
damit wir überhaupt eine Wirkleistung erzielen können.

beim QEG, sehe ich eigentlich nur die Primärspule des Stelltrafos als Induktivität.

Zu dieser Induktivität, werden dann die Lampen parallel geschaltet.

Gehe einmal davon aus, dass der Stelltrafo, ein Funktionsteil des QEG ist?

Auch beim Umschalten des QEG, in den Selbstlaufbetrieb, liegt weiterhin die Primärwicklung des Stelltrafos parallel zum Ausgang?

Bis bald Raffaela
Danke für das Kompliment an uns stefan9  :)

@ Raffaela,

ok, sehe ich auch so.

Bin mir aber nicht sicher, ob sich bei Netzbetrieb die Induktivität der Primärwicklung des Stelltrafos überhaupt auswirkt.
Die Wicklung ist ja auch parallel zum Netz. Dadurch könnte evtl. eine Phasenverschiebung durch die Primärwicklung des Stelltrafos verhindert werden.
Die Primärwicklung des Stelltrafos wäre dann nur im Selbstlauf parallel zum Ausgang des QEG und führt nur in diesem Fall zu einer Phasenverschiebung.

Evtl. könnte das der Grund sein, warum James zuletzt Versuche mit parallelen Kondensatoren am Ausgang gemacht hat.
Er versucht vermutllich mit den Kondensatoren eine Phasenverschiebung zu erzeugen um Blindleistung in Wirkleistung zu wandeln.
Vielleicht sollte er es statt mit Kondensatoren mal mit Induktivitäten ( Drosseln) versuchen  ;)

LG Jo




anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #9 am: 12. Juni 2014, 22:53:55 »
@ Raffaela,

ja genau so sehe ich das auch.

Allerdings dürfte die Induktiviät einer Glühlampe vernachlässigbar gering sein. Besonders im Vergleich zur Induktivität der Sekundärwicklungen des QEG   ;)
Die Gesamtinduktivität am Ausgang dürfte sich beim Hochfahren des QEG durch die Parallelschaltung der Glühlampen daher kaum verringern.

Ich wußte dass wir aus der selben Ecke kommen. Aber dass es nur 30 km sein sollen überrascht mich doch und mich würde interessieren wie das herausgefunden hast ;-)

Da sollten wir natürlich schon mal in einem gemütlichen Cafe o. ä. weiter fachsimpeln.

LG Jo

albert

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #10 am: 13. Juni 2014, 22:28:52 »
Danke Euch das ist hochinteressant!

anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #11 am: 14. Juni 2014, 17:16:20 »
Danke Euch das ist hochinteressant!

Hallo Albert,

vielen Dank für dein positives Feedback  :)

Da du dir hier ja Gedanken zum Auskoppeln von Energie aus dem QEG machst wäre für dich evtl. der Ansatz von Komrey interessant.

Hier eine kurze Zusammenfassung:
http://www.borderlands.de/energy.kromrey.php3

Scheint eine weitere Möglichkeit zu sein um OU zu erreichen ;-)

Wenn jemand einen QEG hat könnte er den genannten Effekt ja recht einfach ausprobieren.

Man muß einfach nur den Rotor mit 2 Spulen versehen. Über Schleifkontakte, Hallsensor o. ä. kann dann in dem Moment über diese Spulen Energie entnommen werden, wenn der Rotor sich von den Polen entfernt.

So müsste zumindest die Antriebsleistung des Motors deutlich reduziert werden können.

LG Jo
« Letzte Änderung: 14. Juni 2014, 17:22:19 von anonJo »

Äon

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #12 am: 21. Juli 2014, 18:35:23 »
Hallo AnonJo,
danke für den Link, kannte ich noch nicht.
Mit dieser Idee habe ich allerdings schon mal eine ganze Weile experimentiert. Den genannten Effekt (hochdrehen im Kurzschluß) gibt es in der Tat.Für meine Versuche habe ich einen einfachen Aufbau mit Rotor mit Magneten + Stator mit Spulen mit Weicheisenkernen gemacht. Der Effekt ist abhängig von Drehzahl/Frequenz und dem Lastwiderstand. Im vollen Kurzschluss kann der Rotor weit hochdrehen, hier verursacht durch die Trägheit der Kerne. Sie können ab einer mindest Drehzahl (oder Schaltfrequenz) nicht mehr schnell genug umpolen, d.h. der Magnet findet beim Einlauf in das folgende Spulenfeld noch das aktive anziehende Feld der letzten Schaltaktion vor und wird beschleunigt. OU habe ich nicht gesehen bei diesen Versuche, weil ganz einfach viel zu wenig Spannung an der Last anliegt. Wählt man den Lastwiderstand höher für mehr Spannung, ist der Effekt weg.
Ich habe mich damals mit der Beobachtung des Effekts begnügt,aber im Hinterkopf behalten, daß man Ausgangsseitig wohl schalten müsste, um die Abschaltpulse der Spulen = hohe Spannung, mit zu fangen. Kromrey schlägt das genauso vor, wäre auf jeden Fall einen Versuch wert.
LG
Äon

anonJo

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #13 am: 21. Juli 2014, 19:40:12 »
Hallo Äon,

Vielen Dank für diese interesannten Infos.

Meine Antwort habe ich dort geschrieben:
http://qeg-forum.de/index.php?topic=218.msg2746#msg2746

Sie ist dort vermutlich besser aufgehoben  ;)

LG Jo

(Link war versehentlich FTP, habe ihn in HTTP geändert - Physikus)
« Letzte Änderung: 22. Juli 2014, 19:14:42 von Physikus »

Äon

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Antw:Geschalteter Output
« Antwort #14 am: 21. Juli 2014, 22:37:39 »
Hallo anonJo,
nett, kann nur den Beitrag nicht lesen, zugriff verweigert. Wie kann ich das lesen?
LG
Ä.