Autor Thema: Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?  (Gelesen 5019 mal)

albert

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Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« am: 05. Juni 2014, 09:40:51 »
Resonanzauspuff als Analogon ?

Im Original ist das ein animiertes Gif.

http://de.wikipedia.org/wiki/Resonanzauspuff


 Es zeigt wie die Druckwelle am Auspuff vom kegelförmigen Resonanzrohr in die Brennkammer des Motors zurückgeworfen wird und dort wie ein Turbolader wirkt.
Die Leistung des Motors kann sich verdoppeln, wie meine jahrelange Erfahrung mit Flugmodellen mir gezeigt hat. Ohne Mehrverbrauch, der Wirkungsgrad des Motors geht hoch.

Reaktive Power beim QEG könnte ähnlich sein? Kann man damit nur die Effizienz verbessern oder bekommt man Energie dazu?

« Letzte Änderung: 05. Juni 2014, 09:47:34 von albert »

Mike

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #1 am: 05. Juni 2014, 11:09:00 »
Ich tendiere prinzipiell den "Wasserwidder" als Analogon zu verwenden, da auch hier durch ständiges Nutzen der Saug- und Pumpkräfte das Wasser nach oben befördert wird. Der QEG wäre dann sozusagen ein "energetischer Wasserwidder" ...
LG Mike

anonJo

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #2 am: 05. Juni 2014, 22:24:32 »
Resonanzauspuff als Analogon ?
Reaktive Power beim QEG könnte ähnlich sein? Kann man damit nur die Effizienz verbessern oder bekommt man Energie dazu?
Hallo Albert,

die Leistungssteigerung beim Flugmodellmotor hat zwar völlig andere Ursachen.

Aber der Vergleich könnte ein guter Ansatz sein um sich eine Frequenzverdopplung im QEG-Kern vorzustellen.
Wie schon geschrieben gibt es beim QEG 2 parametrische Anregungen gleichzeitig.
Eine Anregung erfolgt durch den Rotor und eine weitere Anregung aus den beiden gegeneinander arbeitenden Primärwicklungen.
Beide Anregungen dürften genau die gleiche Frequenz haben. Wenn die Anregungen genau um 90° phasenverschoben sind ergibt sich dadurch im Kern eine Frequenzverdopplung.
Das führt aber erstmal weder zu einer Effizienzsteigerung noch zu einem Energieüberschuß.

Ein Energieüberschuß könnte sich aber nach Prof. T. ergeben, wenn eine ganz bestimmte, etwas von 90° abweichende Phasendifferenz eingestellt wird.

Damit könnte evtl. eine "natürliche Symmetrie gestört" werden und es könnte dadurch die Natur herausgefordert werden "Energie nachliefern zu müssen" um das "natürliche Gleichgewicht" wiederherzustellen.
Bei welcher Phasendifferenz dieser Effekt nun auftreten könnte ist nun die große Frage  ;)
Ich vermute das hängt irgendwie mit der Wellenausbreitungsgeschwindigkeit im QEG-Kern und der Spinresonanz des Kernmaterials zusammen.
D. h. Es müssten Verdichtungen und Verdünnungen ( Sog- und Druck gem. Raffaella ) im Kern erzeut werden um die " natürliche Symmetrie" im Kernmaterial zu stören.

Leider kenne ich weder die Wellenausbreitungsgeschwindigkeit in Eisen noch die Frequenz bei der Spinresonanz in Eisen auftritt.
Zudem ist die Wellenausbreitungsgeschwindigkeit frequenzabhängig und die Spinresonanz stark von der Feldstärke im Kern abhängig. Die Feldstärke schwankt gleichzeitig auch noch mit ca. 400 Hz.

Vielleicht kann dazu einer der Leser Auskunft geben ?

LG Jo

PS: Evtl. erzeugen zusätzliche Kondensatoren im Sekundärkreis die erforderliche Phasenverschiebung um OU zu erzeugen.
      Dieser Versuch wurde wohl lt. neuem Marokko-Update gemacht  ;)


« Letzte Änderung: 05. Juni 2014, 23:12:22 von anonJo »

albert

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #3 am: 05. Juni 2014, 23:07:44 »
Ich kapier immer noch nicht, wie Ihr auf die 400 hz kommt. Laut James war die Drehzahl bei seinen letzten Versuchen 2592 rpm.

2592 : 60 = 43.2 Umdrehungen pro Sekunde

Zweiflügliger Rotor also mal zwei ergibt 86.4 Pulse

Das nochmal verdoppelt wg. Parametr. Oszillation ergibt 172. 8 Hertz.

Seine Frequenzmessung war bei 180 Hertz.

Bei uns war die Drehzahl 1350 :60 = 22.5 Umdrehungen pro Sekunde, mal zwei ist  45 pulse, und das war die angezeigte Frequenz auf dem Scope. Also ist bei niedriger Drehzahl zwar Resonanz da, aber nicht die parametrische Oszillation . Das hat Sebastian auch bestätigt und bereits von seinen vielen Versuchen vor "Robitaille" gewusst.

Wir sind also  noch nicht mal im grünen Bereich gewesen. Trotzdem ist hohe Leistung da gewesen, wie wir aus den Lichtbögen sehen konnten.

Ich verstehe Eure Idee von einem stark asymmetrischen System.
Am Wochenende wollen die Kollegen mal sehen ob sie Effekte durch die starken Vibrationen im Eisenkern mit einem Prinzipversuch nachweisen  können. Siehe hierzu das Experiment von woopy

https://www.youtube.com/watch?v=mLK1VG8h2Wc
« Letzte Änderung: 05. Juni 2014, 23:36:17 von albert »

Physikus

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #4 am: 11. Juni 2014, 03:20:00 »
Bei einem Resonanzauspuff stößt das aus dem Zylinder ausströmenden Abgas rhythmisch auf die im Rohr befindliche Abgassäule, die dadurch in Schwingung versetzt wird. Beim QEG wird jedoch das schwingende Magnetfeld nicht durch Magneten angestoßen, sondern durch eine Parameter-Änderung aufgeschaukelt. Mit 'Parameter' sind dabei die frequenzbestimmenden Größen gemeint. Beim Schwingkreis, wie er ja im QEG vorhanden ist, sind das die Kapazität der Kondensatorschaltung und die Induktivität der beiden gegeneinander geschalteten Primärspulen. Hier wird die Induktivität periodisch geändert.  Ich habe das ja schon in
http://qeg-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=65.0;attach=89
beschrieben. Ein mechanischer Parametrischer Oszillator ist z.B. ein Pendel. Dessen Frequenz ist durch die Fadenlänge und die Erdanziehung bestimmt. Zwar kann man nicht die Erdgravitation ändern, aber die Fadenlänge schon. Ein schönes Beispiel, bei dem man auch gut die Phasenlage erkennen kann, ist hier zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=2QFd_55El1I
(So schön kann Physik sein!  ;) )

Gruß, Physikus

albert

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #5 am: 11. Juni 2014, 12:22:35 »
Worums mir eigentlich ging, war, dass der Puls aus dem Auspuff durch ein genau auf Resonanz abgestimmtes System zum Zylinder zurückgeworfen wird und hier den Druck erhöht. So ähnlich könnte ich mir das auch in unserem Schwingkreis vorstellen.
Wir haben ja gesehen,dass bei der Blindleistung Energie zum Generator zurückgepulst wird, und daher die Kabelquerschnitte in den Stromnetzen grösser sein müssen als man das gerne hätte.
Wenn man nun Energie in den Generator zurückschickt, müsste das eine weitere Verstärkung der magnetischen Felder in der Maschine zur Folge haben oder eine Abschwächung?
Turbolader für Elektrizität, ist das denkbar?

Physikus

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #6 am: 11. Juni 2014, 17:12:37 »
Hallo Albert

Ok, wie der Resonanz-Auspuff die gewünschten Druckverhältnisse aufbaut, so könnte ein Schwingkreis gewünschte hohe Spannungen bereitstellen. Für den Parametrischen Oszillator ist sogar eine stete Schwingung erforderlich, da 'aus dem Stand heraus' keine Leistung erbracht werden kann. (In dem Video muss der Priester den Weihrauchkessel leicht anstoßen, bevor die Parameter-Änderung, das Ziehen am Seil, Wirkung zeigen kann.)

Ein 'Energie in den Generator Zurückschicken' findet dabei immer statt: Eine Schwingung ist nämlich das ständige Umladen von Energie zwischen zwei Speichern. Ein Speicher entspricht dabei einer Potentiellen Energie (Anhebung der Pendelmasse, Druckaufbau in einer Luftsäule, Elektrische Spannung am Kondensator) und einer Kinetischen Energie (Bewegung der Pendelmasse,  Bewegung von Luft, Strom in der Spule). Und dabei ergibt sich automatisch auch der Phasenversatz von 90°: Die Pendelmasse ist am höchsten, wenn sie sich am Bewegungs-Umkehrpunkt befindet, die Spannung am Kondensator ist am größten, wenn der Strom einen Nulldurchgang hat - und umgekehrt.

Gruß, Physikus

anonJo

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #7 am: 11. Juni 2014, 21:22:08 »
Ich kapier immer noch nicht, wie Ihr auf die 400 hz kommt...
... Am Wochenende wollen die Kollegen mal sehen ob sie Effekte durch die starken Vibrationen im Eisenkern mit einem Prinzipversuch nachweisen  können. Siehe hierzu das Experiment von woopy

https://www.youtube.com/watch?v=mLK1VG8h2Wc
Hallo albert,

die 400 Hz waren bei mir noch in Erinnerung vom ersten Video von James.
Inzwischen scheint das wohl nicht mehr ganz so zu passen.

Den Faktor 2 wegen des zweiflügeligen Rotors möchte ich bezweifeln. Die Flußänderung tritt ja zeitgleich an beiden Rotorenden auf.
Ein Faktor 2 kommt wohl eher aufgrund der 4 Pole.
Ein weiterer Faktor 2 kommt aufgrund der param. Oszillation der gegengerichteten Primärspulen.
Damit sollte die Rechnung wieder aufgehen:

Drehzahl (U/min) / 60 x 2 x 2 = Frequenz auf Sekundärseite

Beim Video von woopy dachte ich erst, die Spannungsspitzen kommen nur durch Induktion durch die Bewegung des Metallstücks.
Bin gespannt ob ihr da noch einen anderen Effekt nachweisen könnt.

LG Jo



Mike

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Antw:Resonanzauspuff als mechanisches Analogon?
« Antwort #8 am: 13. Juni 2014, 11:47:01 »
Hi Raffaels,
zum Thema Supraleitung:

Der Tunneleffekt besagt: Auch wenn ein Teilchen zu wenig Energie besitzt, um eine Barriere zu überwinden, dann tut es das sehr selten dennoch, weil die Aufenthaltswahrscheinlichkeit ebenjenes Teilchens auch in "verbotenen" Regionen nicht Null wird.

Wie es sich für die Quantenwelt gehört, trat hier erneut ein seltsamer Effekt auf. Wenn das Teilchen mehrere "Wände" durchtunneln sollte, musste weniger Kraft angelegt werden als wenn es nur zum Nachbarplatz wechselte. Grund für dieses Paradox ist die sogenannte "Bose-Verstärkung".

"Bosonen mögen sich, sie wollen zusammen sein - und das hilft ihnen, ihren Zielplatz zu erreichen", sagte Nägerl. Die Atome, die zwischen Ausgangs- und Zielplatz sitzen, helfen quasi mit einer Art Räuberleiter beim Erreichen des Ziels. Die Wissenschaftler sind sicher, dass solche Langstrecken-Tunneleffekte bei der Hochtemperatur-Supraleitung eine Rolle spielen. "Vielleicht sogar eine entscheidende", sagt Nägerl.

Quelle: http://science.orf.at/stories/1740598/