Autor Thema: Alternativer Aufbau des QEG  (Gelesen 14846 mal)

KurtX

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #15 am: 08. Mai 2014, 00:44:49 »
@anonJo: Bei relativ "wohlgeformten" Signalen ist eine ungefähre Berechnung sicherlich möglich. Beim QEG sieht das Signal im Primärkreis aber etwas kompliziert aus (was sich unter Last noch deutlich verschärfen kann). Sieh Dir mal die Oszilloskop-Aufnahme hier an: http://sitsshow.blogspot.de/2014/05/status-of-qeg-build-morocco-build-day-9.html . Die gelbe Kurve ist eindeutig die Spannung im Primärkreis (das kann man sowohl aus der 5kV-Teilung als auch aus den Fotos des Versuchsaufbaus weiter unten schliessen). Bei der grünen Kurve handelt es sich vermutlich (zumindest sieht es auf den Fotos des Versuchsaufbaus danach aus) um den Spannungsabfall an einem niederohmigen Messwiderstand, um die Stromstärke zu ermitteln. Ich glaube nicht, dass die Leistung in diesem Fall ganz einfach zu berechnen ist (und unter Last wird das Ganze u.U. noch deutlich komplizierter).
« Letzte Änderung: 08. Mai 2014, 00:51:18 von KurtX »

Alfons

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #16 am: 08. Mai 2014, 01:52:37 »
Hallo anonJo,
over unity für OU sagt mir jetzt was.
Tuning? Ich bin (bis jetzt noch) ein Elektroniker der alten (Physik-)Schule - die Quantenphysik hab ich leider nie regulär studiert - wenn also (nach meinem Verständnis) die Trafo-Strecke und Querschnitt im Stator inetwa gleich sind, dann sind die Eigenschaften in erster Ordnung sehr ähnlich(fast identisch, die Eckenform spielt auch etwas rein), die Magnetfluß-Form = Statorform hingegen ist also nur zweitrangig von Bedeutung => folglich sollte man die Statorform ändern dürfen, solange die Weglängen sich nicht ändern ohne die Eigenschaften groß zu verändern.

Nach meinem Verständnis sind die Dinge bzgl. Spulenkörper und Statorteilung allerdings anders herum von Bedeutung: Der Spulenkörper (Hochvolt-fester Kunststoff) sollte möglichst ungeteilt sein, damit die Spannung nicht auf den metallischen Stator und den vorbeidrehenden Rotor durchschlagen kann. Den Statorring würde ich schon gerne in Segmente zerlegen (wie z.B. heman im ersten Beitrag vorgeschlagen hat), aber ein Luftspalt ist hier extrem störend: Das ist der wesentliche Kern-Unterschied zwischen Trafos (ohne nennenswerten Spalt) und Drosseln, bei denen Isolierplatten mit geringer Stärke eingelegt sind. Ich vermute, dass diese Trennflächen hochgenau anzufertigen sind durch hochgenaues Planschleifen (oder exaktes Stanzen) - was normale Bastlermaschienen wohl kaum hergeben - drum würde ich hier lieber zu einer einschlägig erfahrenen Firma gehen bzw. mich von denen beraten lassen (die müssen ja nicht gleich wissen, dass wir an einem QEG arbeiten).
Ja will meinem Bekannten mal eine Preisschätzung machen lassen und teile Euch dann das Ergebnis mit (kann jedoch ein paar Tage dauern, weiß auch nicht ob er verreist ist - war heute in seiner Firma, hab ihn jedoch nicht aufgesucht sondern einen seiner Techniker).

Spulen wickeln mit der Hand bei geschlossenem Statorring: StatorQuerschnittsUmfang = 2 x (38,1 + 88,9) + 20(für Spulenkörperkern = innen 274mm lang ; + 4 x mittlere Spulenwicklungsdicke ergibt etwa weitere 140mm, in Summe also grob 420mm;
nun das ganze mal 350 bzw. 3100 Windungen ergibt etwa 150m bzw. 1300m. => da ist das Wickeln per Hand schon eine kleine Herausforderung ... und ja nicht verzählen! und das ganze für 2 x 2 Spulenpaare. na ja, bei ungestörter Konzentration ist dies zu schaffen ... bin aber schon interessiert, was man sich da Kosten spart, d.h. ob es sich lohnt ... macht manchem Bastler aber vielleicht Spaß?

Also, wenn ich die Preise weiß, dann hört Ihr von mir - die Anzahl von QEG-Statoren geht vermutlich sehr in den Preis ein, für einen ist dies selbstredent teuter!


Hallo Thorsten, Dein Tipp des Gammamanager2 ist sehr interessant: hier sind die Spulenkörper schön rechteckig gerade und lassen sich einfach wickeln. Die Magnetfeldlängen sind anders, folglich sind die Kondensatoren usw. neu zu berechnen.


Hallo anonJo, (zum letzten = vorangehenden Arkiel)
die verändere Stator-Induktivität zu berechnen ist die Hauptschwierigkeit, den Kondensatorwert könnte man dann mit der HF-Tapete leicht ermitteln. Durch Messen der gegebenen Eigenresonanz einer L-C-Kombination könnte bei bekanntem C-Wert L leicht ermittelt werden, mit der HF-Tapete ist dann die erforderliche Kapazität für die gewünschte Resonanzfrequenz dann leicht abzulesen. (hoffe es stimmt, was ich da zusammengeschriebenn habe, denn mit Spulen hab ich nicht so viel Erfahrung, als wie mit R, C und digitaler Elektronik :-(

Servus
Alfons

Thorsten

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #17 am: 08. Mai 2014, 09:39:03 »
Hi Alfons,
Gammamanager schien schon sehr früh (2006) sehr weit zu sein, und ich bezweifele, dass sie solche Unmengen an Kupferdraht ohne Sinn und Verstand "verwickelt" haben.

Meines Erachtens sind deren Apparaturen einen Blick wert, da sie ja anscheinend genau dem Entwurf des alternativen Aufbaus entsprechen.

Siehe--> http://www.gammamanager.com/gallery.html

 
« Letzte Änderung: 08. Mai 2014, 10:03:05 von Thorsten »

Tom Tesla

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #18 am: 08. Mai 2014, 10:02:51 »
Hallo Jo
Da wir es ja mit Tesla Technik zu tun haben müssen wir uns auch entsprechend anpassen. Wie wäre es wenn man wie Tesla einen Lufttrafo verwendet um die Hochspannung runter zu transformieren. Wie du geschrieben hast eben mit einer definierten Ohmschen Last. Wenn man nur mal an einem QEG Messungen machen könnte mit so einem Trafo. So ein Teil mal zu wickeln dürfte ja nicht so das Problem sein.
LG Tom

Physikus

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #19 am: 10. Mai 2014, 03:41:08 »
Hallo anonJo und KurtX
Das Multiplizieren von Spannung und Strom ohne Berücksichtigung der Phase ist ein leider gerade in der Freie-Energie-Szene oft anzutreffender Fehler; auch eine grobe Abschätzung ist mit dieser Methode nicht machbar. Als Beispiel anbei ein Oszillogramm des Schwingkreises. Grob geschätzt ist die Spannung 2kV und der Strom 0,2A, das wären also saftige 400W! Das Oszillogramm der Leistung hat sogar Spitzen bis 1kW. Tatsächlich sind es aber nur - erkennbar an dem Mittelwert - ein Bruchteil von 100W, so um die 20W. Ich habe schon erlebt, dass Maschinen mit 50% Wirkungsgrad genau wegen dieses Fehlers im Net-Journal als 500%-Overunity-Maschinen gefeiert wurden.  ;)
Gruß, Physikus

anonJo

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #20 am: 10. Mai 2014, 12:36:33 »
Hallo zusammen,

ich muß KurtX und Physikus leider zustimmen.
Die Kurvenform des QEG weicht sehr stark von einer normalen Sinusform ab.
Vielen Dank an Physikus. Es hat mich nun überzeugt, dass man das mit der einfachen Berechnung der Leistung so nicht machen darf  :(
Meine Hoffung liegt nun in der Aussage von James in einem der Videos, dass man beim Tuning das Signal am Oszi sehr genau beobachten muß. Soweit ich mich erinnere ist der optimale Punkt erreicht, wenn das Signal eine "schöne Sinusform" angenommen hat  :)

Jo
« Letzte Änderung: 10. Mai 2014, 12:52:59 von anonJo »

anonJo

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #21 am: 10. Mai 2014, 13:06:56 »
Hallo Jo
Da wir es ja mit Tesla Technik zu tun haben müssen wir uns auch entsprechend anpassen. Wie wäre es wenn man wie Tesla einen Lufttrafo verwendet um die Hochspannung runter zu transformieren. Wie du geschrieben hast eben mit einer definierten Ohmschen Last. Wenn man nur mal an einem QEG Messungen machen könnte mit so einem Trafo. So ein Teil mal zu wickeln dürfte ja nicht so das Problem sein.
LG Tom

Hi,
das mit dem Lufttrafo hat schon einen gewissen Charm, damit hätte man das Isolationsproblem schon mal nicht mehr. Der Nachteil ist in diesem Fall die geringe magnetische Kopplung zwischen den Spulen.

Das große Problem derzeit ist, wie du so schön schreibst, dass man keinen QEG hat an dem man Messungen machen kann. Dann würde man der Sache ganz schnell "auf die Schliche kommen"  ;)

Daher ist im Moment alles mehr oder weniger Spekulation und diese Situation für mich äußerst unbefriedigend.

Jo

Tom Tesla

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #22 am: 10. Mai 2014, 13:43:53 »
Hallo Jo
Da wir es ja mit Tesla Technik zu tun haben müssen wir uns auch entsprechend anpassen. Wie wäre es wenn man wie Tesla einen Lufttrafo verwendet um die Hochspannung runter zu transformieren. Wie du geschrieben hast eben mit einer definierten Ohmschen Last. Wenn man nur mal an einem QEG Messungen machen könnte mit so einem Trafo. So ein Teil mal zu wickeln dürfte ja nicht so das Problem sein.
LG Tom

Hi,
das mit dem Lufttrafo hat schon einen gewissen Charm, damit hätte man das Isolationsproblem schon mal nicht mehr. Der Nachteil ist in diesem Fall die geringe magnetische Kopplung zwischen den Spulen.

Das große Problem derzeit ist, wie du so schön schreibst, dass man keinen QEG hat an dem man Messungen machen kann. Dann würde man der Sache ganz schnell "auf die Schliche kommen"  ;)

Daher ist im Moment alles mehr oder weniger Spekulation und diese Situation für mich äußerst unbefriedigend.

Jo
Hallo Jo
Da kann ich dir nur zustimmen, es wird also Zeit daß wir selber so ein ``Ding`` aufbauen und mal die wirklichen Fachleute (so man sie so nennen kann) ans Werk gehen und nicht ein einzelner dran rumbastelt. Es braucht halt wirklich ein Team. Irgend jemand im Forum hat einen Alternativen Kern vorgeschlagen der aus vier Teilen besteht und gerade Seiten hat wo man ordentliche HV beständige Spulenkerne aufstecken kann. Ich bin auch der Meinung daß das Kernmaterial gar nicht so ausschlaggebend ist, Tesla hatte bestimmt auch kein Hightechblech.  Diesen Vorschlag finde ich gar nicht schlecht weil man dann mit verschiedenen Wicklungen arbeiten könnte was sowohl Wickelrichtung als auch Anzahl der Windungen angeht. Das ist etwas das Jamie nicht konnte. Vor kurzem hat Rainer berichtet daß sie einen Inverter verwenden. Weißt du was damit genau gemeint ist?
LG Thomas

KurtX

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #23 am: 10. Mai 2014, 13:50:47 »
@Tom Tesla: Inverter ist die englische Bezeichung für Wechselrichter. Der dient dazu, die Ausgangsspannung des QEG (die vorher gleichgerichtet wird) bzgl. Spannung und Frequenz in normale Netzspannung umzuwandeln.

Tom Tesla

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #24 am: 10. Mai 2014, 14:43:00 »
Danke Kurt
Sowas hab ich mir schon gedacht.
LG Thomas

anonJo

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #25 am: 10. Mai 2014, 17:41:57 »
Hallo Jo
Da kann ich dir nur zustimmen, es wird also Zeit daß wir selber so ein ``Ding`` aufbauen und mal die wirklichen Fachleute (so man sie so nennen kann) ans Werk gehen und nicht ein einzelner dran rumbastelt. Es braucht halt wirklich ein Team. Irgend jemand im Forum hat einen Alternativen Kern vorgeschlagen der aus vier Teilen besteht und gerade Seiten hat wo man ordentliche HV beständige Spulenkerne aufstecken kann. Ich bin auch der Meinung daß das Kernmaterial gar nicht so ausschlaggebend ist, Tesla hatte bestimmt auch kein Hightechblech.  Diesen Vorschlag finde ich gar nicht schlecht weil man dann mit verschiedenen Wicklungen arbeiten könnte was sowohl Wickelrichtung als auch Anzahl der Windungen angeht. Das ist etwas das Jamie nicht konnte. Vor kurzem hat Rainer berichtet daß sie einen Inverter verwenden. Weißt du was damit genau gemeint ist?
LG Thomas

Die Ideen zu alternativen Aufbauten bzw. kontruktiven Weiterentwicklungen sind meist recht interessant.
Das macht aber alles erst Sinn, wenn die genaue Funktion und die Berechnung der für die Funktion mit OU notwendigen Parameter bekannt sind.
Daher sollten erst Messungen an einem möglichst originalen QEG gemacht werden. Auch kleine Unterschiede können sich recht drastisch bemerkbar machen.

TeslaTech ist auf dem Holzweg wenn er meint, dass sein Blech einen so großen Unterschied macht. Wenn ich die Daten vergleiche kann ich fast keinen Unterschied in den mag. Eigenschaften feststellen. Beide Bleche (QEG verglichen mit dem von TeslaTech) sind Standardbleche aus dem Trafo- oder Elektromotorenbau. Wo soll da auch ein großer Unterschied herkommen ? Das müssten eigentlich die hier vorhandenen Spezialisten prüfen und ggf. bestätigen können  ;)

Das mit dem Inverter ist ja nun geklärt. Dazu hatte ich ja auch noch was zum Update aus Marokko an Rainer geschrieben.
http://qeg-forum.de/index.php?topic=42.30 Leider antwortet er mir meist nie auf meine Fragen.

Jo

anonJo

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #26 am: 13. Mai 2014, 22:25:02 »
@heman

ich hab mir deinen alternativen Aufbau nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Nach dem aktuellen Wissensstand ist das wohl genau der richtige Weg um der Sache auf den Grund zu gehen.
Mit der Teilung des Kerns kann man die Spulen sehr einfach austauschen und damit lassen sich auch sehr leicht die Windungszahlen und sogar der Wicklungssinn verändern, indem man die Spulen austauschen bzw. einfach drehen kann.
Auch das Isolationsproblem wird gelöst, da man nun hochspannungsstabile Spulenkörper verwenden kann.
Die Anfertigung der Kernbleche ich wesentlich einfacher, da nur gerade Schnitte und keine Kreisbögen. Die störenden Laschen können evtl. auch vermieden werden.

Einzig störend wäre der unvermeidliche Luftspalt an den Stoßkanten der Kernteile.
Das läßt sich aber verringern wenn die Stirnflächen möglichst plan aufliegen. s. geteilte Kerne beim Trafo

Alles in allem also eine deutliche Vereinfachung der Fertigung des Kerns und des Aufwands um Versuche durchzuführen.

LG Jo

John Stone

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #27 am: 24. Mai 2014, 00:43:39 »
Zu dem alternativen und segmentierten Aufbau möchte ich auch noch was beitragen:

1.
Ja, die ersten Aufbauten sollen möglichst wenig verändern. Da sind ja auch Teams unterwegs, die sich das zum Glück leisten können. Danke für Euer Engagement! :-) In einem anderen Post habe ich ein wenig Messtechnik angeboten.

2.
Trotzdem wäre es ja auch ggf. sinnvoll, wenn eine segmentierte Version entstehen könnte. Damit wären viele mehr Experimentierer in der Lage, Hand anzulegen. Probleme sind die Stabilität des Kerns und der magnetische Fluss an den Grenzflächen. Das sollte aber lösbar sein.
Habe da auch mal was gezeichnet und möchte das hier zeigen.
https://dl.dropboxusercontent.com/u/72933791/JohnStone%20public/QEG/QEG%20core%20mod.jpg
Das ist nicht meine eigene Idee. Ich habe es an einem Spezialtrafo mal gesehen - ergo scheint es ja zu funktionieren. Bei dem Teil waren die Segmente sehr stabil verpresst und in Lack getränkt.
Grundsätzlich dürfen solche Grenzflächen aber nicht rechteckig sein sondern rund oder konisch, damit ein guter Formschluss entsteht.
Nach meiner Information haben gute Trafobleche oft eine Vorzugsrichtung für den Fluss (bitte widersprechen, wenn nötig!). Wenn das so ist, dann könnte man ja bei der Segmentierung diese Richtung vorteilhaft nutzen und ggf. die Verluste durch die Grenzflächen wieder wett machen.

3.
Es tut so weh, wenn man sieht, wie die Wicklungen bei dem originalen QEG gemacht sind. Bitte das jetzt nicht als Kritik zu verstehen! Es soll als Ansporn gelten, es besser zu machen. Jeder billige CCFL Trafo ist  in Kammern gewickelt und das hat seinen guten Grund.
Bei der Segmentierung des Kerns könnte man Stapel von MOT-Spulen (MOT = Microwave Oven Transformer) einsetzen. Zum Experimentieren kann man diese dann nach Belieben in Serie oder parallel verschalten. Das würde eine enorme Kostenersparnis bedeuten und acuh Reparaturen ermöglichen.

4.
Aber auch bei dem originalen Ringkern könnte man doch auch mit einem 3D Drucker die Einzelspulen in Halbschalen herstellen und dann am Kern jeweils im Stapel zusammen bauen. Wenn die Öffnungen der Spulen innen rund sind, dann kann man diese dann gemütlich (auch von Hand) drehen und sehr zuverlässige Spulen in Kammern wickeln. (Vielleicht kann ja jemand eine 3D Zeichnung dazu anfertigen).

Ich habe die eine oder andere Idee oben auch mit Evans in Montreal diskutiert. Er hat um mehr Details gebeten. Ich habe ihm versprochen, daß ich die Ideen hier in Germany aufrolle und Eure Meinungen berichte. Also bitte beherzt mit diskutieren. Ich denke, daß die gemeinsamen Ideen immer die schlaueren sind.
John
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Manche hinterfragen beständig ihr Tun, während andere das unterlassen, weil sie sich für Experten halten.

anonJo

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #28 am: 24. Mai 2014, 01:05:13 »
Hallo John,

das sehe ich genau so. Ein geteilter Kern hat viele Vorteile.

zu 2: Das formschlüssige Verpressen ist Standard in der Massenherstellung.
         Bei einem Prototyp ist das allerdings ungeschickt, da die Spulen nachträglich entnehmbar sein sollen um z. B. durch andere mit anderen Wicklungsdaten
         ausstauschen zu können
         Das mit der Vorzugsrichtung kann ich mir gut vorstellen. Das ist z. B. auch beim Biegen u. U. zu beachten. Allerdings glaube ich dass man die Auswirkungen
         der Kornorientierung zunächts erst mal getrost vernachlässigen kann. Das wäre erst beim Grosserieneinsatz wichtig.
zu 3. Die Idee mit den MOT-Spulen finde ich gut.
zu 4. Die Idee habe ich leider nicht verstanden  :( Wenn ich es doch mal verstanden habe kann ich gerne mal eine 3D-Zeichnung machen  ;)

LG Jo

albert

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Antw:Alternativer Aufbau des QEG
« Antwort #29 am: 24. Mai 2014, 08:28:28 »
Es ist natürlich verlockend, den Kern zu teilen, damit man leichter an die Spulen rankommt und sie eventuell sogar tauschen kann.
Die Frage ist allerdings, ob nicht der gesamte Kern eine Schwingungsfrequenz hat, die man dann verändert bzw. unterdrückt, wenn der Kern aus Segmenten besteht.
Wenn am Kern ein magnetischer Effekt auftritt, ( Magnetostriktion) dann muss er aus einem Stück sein.
Solange wir noch keine Ahnung haben wie das Ding überhaupt funktionieren soll, fügen wir mit Änderungen nur noch mehr unbekannte Parameter hinzu.
In einem anderen Forum wurde darauf hingewiesen, dass schon die Halteschrauben, die man quer zum Kern durch das Blechpaket steckt, den magnetischen Fluss ganz erheblich stören können.
Ich finds im Moment wichtiger, die Aussenbeschaltung richtig hinzukriegen. Wenn endlich eine lauffähige Maschine da wäre, könnte man näher untersuchen, wie sie funktioniert.....