Autor Thema: Elektroband für den Stator und Rotor  (Gelesen 17126 mal)

anonJo

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #15 am: 23. April 2014, 22:39:52 »
@ Tesla Tech

... " Ich verwende das Elektroblech M270-50A (M15) auf beiden Seiten isoliert. Das M270-50A ist ca. doppelt so hoch permeabel als das M19 " ...

Sorry, kann leider keinen Unterschied für eine bessere magn. Leitfähigkeit (Permeabilität) für M270-50A nach dieser Tabelle Seite 4 feststellen:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0CEMQFjAD&url=http%3A%2F%2Fwww.cdw.de%2Fdata-live-cdw%2Fdocs%2Fpdf%2FBroschueren%2Felektroband%2FCDW-Electrical_steel_strip-gb.pdf&ei=ayVYU8qyGIfbsgbBj4CIAg&usg=AFQjCNHWRAYI3ReugF8oGqpZLVxsAyQbdA&bvm=bv.65177938,d.Yms&cad=rja

Welches Datenblatt verwendest denn du ?

Jo
« Letzte Änderung: 23. April 2014, 22:42:25 von anonJo »

anonJo

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #16 am: 28. April 2014, 00:19:30 »
Auszug aus unserer Recherche-Dokumentation:
Los M01: Stator & Rotor
Beschreibung: Dies sind die Hauptfunktionselemente des QEG
Zweck: Stator: Aufnahme der Spulen; Rotor: Magnetflussbrücke bilden
Anmerkungen:

M01.1 Bleche
für Stator & Rotor gemäß dxf-Zeichnung (http://www.minotech.de/app/download/6525457880/QEG-CAD-Dateien.zip?t=1396617265),
Material
Angabe im engl. Handbuch: M19 C5 24 Gauge (=0,635 mm)
ca. 140 St. für eine Gesamtdicke von 3,5“ (=88,9 mm)  ± 1 Blech
Normen-Vergleichsliste
Dicke 0,65 mm   EN 10106:1995   Former standard AISI   ASTM A677:1996   JIS C 2552 :1986   IEC/CEI 60404-8-4:1998
M 310-65 A   M 310-65 A               
M 330-65 A   M 330-65 A           M19                                   64F208       
Info zu C5:
Die Beschichtung C5 ist ein Pigmentlack, welcher sich aus thermostabilen Harzen, mineralischen Substanzen und Pig-menten zusammensetzt. Ausgewählt wurden diese mineralischen Produkte, um eine ausgezeichnete Temperaturbe-ständigkeit des Lackes bei länger andauernden Behandlungen zu garantieren. Geeignet ist dieser Lack auch für das Spannungsarmglühen, das ggf. nach dem Stanzvorgang erfolgt. Die Zusammensetzung dieses Lackes wurde mit dem Ziel der Stabilität der dielektrischen Eigenschaften bei Reparatur der Kupferwicklungen entwickelt. Desweiteren gewähr-leistet dieser Lack eine hervorragende Wärmleitfähigkeit. Ein optimaler Kompromiss zwischen Stanzbarkeit und Schweißbarkeit ergibt sich durch das Verhältnis zwischen Harzen und Mineralstoffen. Standarddicken im Bereich von 1 bis 4 μm je Seite.

Benötigt gemäß DIN EN 10106:1995: M 330-65 A C5 0,65 mm
136 St. für eine Gesamtdicke von ca. 88,9 mm
Laser geschnitten, WIG verschweißt


Optimierung: Diskussion über bessere magnetische Eigenschaften bei gleiche Dicke (z.B. M 310-65 A) und dünneres Material und bessere magnetische Eigenschaften (Dicke 0,5 mm M 250-50 A, M 270-50 A, M 290-50 A oder 0,35 mm M 235-35 A, M 250-35 A, M 270-35 A), sowie C6: Info:
Die Beschichtung C6 ist gleichfalls ein Pigmentlack, aufgrund seiner hohen Isolation speziell bei rotierenden Maschi-nen mit hoher Leistung eingesetzt. Eigens entwickelt wurden diese mineralischen Füllstoffe, um den Verschleiß der Stanzwerkzeuge zu reduzieren und deren Ölhaltevermögen zu gewährleisten. Sie tragen zur Steifigkeit des Lackes bei, so dass Formänderungen bei hohem Druck oder großer Hitze gering bleiben. Besonders geeignet ist dieser Lack für Schaltschütze, da die Anzahl der Schaltzyklen erhöht werden kann, dabei gleichzeitig der Schall gedämpft wird. Stan-darddicken im Bereich 4 bis 10 μm je Seite.

Hallo ToniG,

Vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Beitrag.

Ich verwende das Elektroblech M270-50A (M15) auf beiden Seiten isoliert. Das M270-50A ist ca. doppelt so hoch permeabel als das M19(Für genaue Angaben muss ich erst das Datenblatt raussuchen). Das hat auf einer Seite den Vorteil das man keine 3100 Windungen braucht. Bei meiner Maschine sind es ca. nur 2600 Windungen. Jedoch erreiche ich höhere Henry Werte als das hopegirl team und damit wird es unpraktikabel wenn man
45nF benötigt um nur auf ca. 250Hz bei 2000RPM zu kommen.
Wenn das Elektroblech eine höhrere Permeabilität besitzt heißt das, dass es leichter magnetisierbar ist und man weniger Windungen braucht um vergleichsweise diesselbe Induktion bzw. Henry-Wert zu erhalten.
Das andere Problem ist aber das laut einem Dokument welches ich hier noch veröffentlichen werde das M19 eine höhere Reaktanz besitzt als M15 und M15 wiederum eigentlich nur(angeblich) für kleine Leistungen geeignet ist...

Viele Grüsse

TeslaTech

Hallo zusammen,

ich hab jetzt mal die Blechwerte nach folgendem Datenblatt verglichen:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0CEMQFjAD&url=http%3A%2F%2Fwww.cdw.de%2Fdata-live-cdw%2Fdocs%2Fpdf%2FBroschueren%2Felektroband%2FCDW-Electrical_steel_strip-gb.pdf&ei=ayVYU8qyGIfbsgbBj4CIAg&usg=AFQjCNHWRAYI3ReugF8oGqpZLVxsAyQbdA&bvm=bv.65177938,d.Yms&cad=rja

Hier der Vergleich:
M15: M270-50A:  Dicke 0,5 mm,   1,49 JT (2500 A/m), 1,6 JT (5000 A/m), 1,7 JT (10000 A/m)
M19: M350-65A:  Dicke 0,65 mm, 1,49 JT (2500 A/m), 1,6 JT (5000 A/m), 1,7 JT (10000 A/m)

Einen Unterschied bei der Permeabilität (mag. Leitfähigkeit) kann ich somit nicht feststellen.

Daher kann es auch zu keiner anderen Reaktanz führen. Dazu müsste sich ja die Induktivität ändern: https://de.wikipedia.org/wiki/Blindwiderstand
Der Unterschied liegt demnach hauptsächlich nur in der Blechdicke und evtl. der Beschichtung.
Das führt dann beim dünneren Blech M15 auch zu geringen Werten beim Wirbelstromverlust ( M15: 2,7 W/kg gegenüber M19: 3,5 W/kg bei jeweils 50 Hz )

@ Tesla Tech: Da du ja das Datenblatt nicht veröffentlichen willst dann vergleiche wenigstens mal die Werte ob es da merkbare Unterschiede gibt  ;)

Auch die Zahl der Windungen darf nach dem o.g. Vergleich nicht verändert werden.
Du solltest dir also nochmal überlegen ob es evtl. an der zu geringen Zahl von Windungen liegt, dass mit den gewählten Kondensatorwerten der Resonanzpunkt nicht sauber getroffen wird.

LG Jo
« Letzte Änderung: 28. April 2014, 00:27:58 von anonJo »

Roman

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #17 am: 30. April 2014, 01:26:22 »
moin die Herren. sorry erstmal für falsche groß und Kleinschreibung. liegt am handy und faulness. also ich könnte vielleicht etwas zu Lieferanten beitragen. habe mal im großmotorenbau bei Siemens gearbeitet und somit noch gute Kontakte und kenne auch Firmen die bleche stanzen sowie lasern oder backen. evtl kann ich noch nen guten blechpaketspezi mit hier davon begeistern. der ist technisch super bewandert.

anonJo

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #18 am: 30. April 2014, 12:22:19 »
Hallo Roman,

das wäre eine super Sache wenn du mal die alten Kontakte aktivieren könntest.
Gerade wenn es um den Bau von Prototypen geht wird es besonders schwierig jemand dafür zu finden ;-)

Diese Jungs können dir sicher auch eine fundierte Antwort zu diesen Fagen geben.

Jo

Alfons

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #19 am: 16. Mai 2014, 11:46:16 »
Hallo Forum-Kollegen,

meine Freunde vom Forum und ich werden in Kürze Trafoblech/-folie für unsere Prototypen bestellen, will da jemand mitbetellen?
siehe hierzu auch mein Eintrag vom 16.5.14  11:28:36 bei der Ruprik: "Sammelbestellungen für die Region Bayern"

Alfons

Hans

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #20 am: 28. Juni 2014, 10:09:13 »
Hallo Zusammen,
es gibt Trafo's mit amorphem Kernmaterial. Problem: dicke = 0,025mm und schwer zu besorgen.
Durch amorphes Kernmaterial kann der Anteil der Blindverluste um durschnittlich den Faktor 2,5 gesenkt werden.
http://www.tauscher-transformatoren.de/html/energiesparend.html

Hans

anonJo

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #21 am: 11. Juli 2014, 21:28:30 »
Hallo Hans,

interessante Info  :)
Wo findet man denn die Dicke von 0,025 mm ?

Die Vorteile dürften beim QEG eher gering sein. "Trafos kleinerer Leistung" sind hier offenbar Trafos < 30 kVA  ;)
" ... Die amorphen Kerne zeigen ihre Vorteile in Bezug auf reduzierte Verluste nur bei großen Leistungstransformatoren. Bei kleineren Leistungen ist auf Grund des erhöhten Kupferanteils und der damit verbundenen erhöhten Kupferverluste nur eine geringe Energieeffizienz zu erzielen... "

LG Jo


Energieeffiziente 3-Phasensysteme im Leistungsbereich bis 30 kVA bieten Ringkerntransformatoren. Durch die Anordnung des Bandmaterials (wenig Luftspalte, geringe Magnetostriktion) ist diese Bauform sehr verlustarm und bietet somit eine Alternative für 3-Phasensysteme aus Standardtrafoblech.

Hans

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #22 am: 12. Juli 2014, 14:18:14 »
Hallo Hans,

interessante Info  :)
Wo findet man denn die Dicke von 0,025 mm ?

Die Vorteile dürften beim QEG eher gering sein. "Trafos kleinerer Leistung" sind hier offenbar Trafos < 30 kVA  ;)
" ... Die amorphen Kerne zeigen ihre Vorteile in Bezug auf reduzierte Verluste nur bei großen Leistungstransformatoren. Bei kleineren Leistungen ist auf Grund des erhöhten Kupferanteils und der damit verbundenen erhöhten Kupferverluste nur eine geringe Energieeffizienz zu erzielen... "

LG Jo


Energieeffiziente 3-Phasensysteme im Leistungsbereich bis 30 kVA bieten Ringkerntransformatoren. Durch die Anordnung des Bandmaterials (wenig Luftspalte, geringe Magnetostriktion) ist diese Bauform sehr verlustarm und bietet somit eine Alternative für 3-Phasensysteme aus Standardtrafoblech.

Hans

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #23 am: 12. Juli 2014, 14:21:18 »
Hallo anonJo,
Je dünner die Schichten des Trafokerns sind, desto geringer fallen die Wirbelstromverluste
aus. Hier kommt die Eigenschaft des sogenannten amorphen
Kernmaterials zum Tragen, das mit 0,025 mm wesentlich dünner als her -
kömmliche Kernbleche ist (Standard 0,23 - 0,35 mm).

http://www.pro-umwelt.at/PDF/PU_Hompage_2_2011/4.pdf
MfG. Hans
« Letzte Änderung: 12. Juli 2014, 14:25:59 von Hans »

anonJo

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Antw:Elektroband für den Stator und Rotor
« Antwort #24 am: 12. Juli 2014, 21:49:46 »
Hallo Hans,

vielen Dank für die Antwort zur Dicke des Materials.
Das ist doch mal eine tolle Innovation auf diesem Gebiet  :)

LG Jo